Kulturanleitung für Steckzwiebeln – Gartenratgeber

Steckzwiebeln haben gegenüber Saatzwiebeln bereits einen Wachstumsvorsprung, so dass vergleichsweise größere Zwiebeln geerntet werden können. Die Kultur dauert vom Herbst bis zum späten Frühjahr bei Wintersteckzwiebeln, sonst von Frühjahr bis Mitte bzw. Ende Sommer.

Schalotten-Pflanzgut ist wesentlich größer als andere Steckzwiebeln, etwa so groß wie eine Walnuss. Schalotten werden so verwendet wie Zwiebeln, werden von Feinschmeckern aber geschmacklich bevorzugt. Die Kultur dauert von April bis Ende Sommer.

Viele unserer Gemüsearten stehen nur eine Saison lang auf ihrem Beet. Bei der Planung eines Gemüsegartens oder Gewächshauses ist die Beachtung der Fruchtfolge wichtig, da es sonst zu einer Häufung von Krankheiten kommen kann und der Boden einseitig ausgelaugt wird. Die Faustregel ist hier: Nur alle vier Jahre wachsen Pflanzen der gleichen Pflanzenfamilie auf derselben Stelle, mit Ausnahme der Tomate.

Pflanzvorbereitungen: Der Boden sollte locker und unkrautfrei sein und nicht zu viel Stickstoff enthalten. Es genügt meist etwas reifen Kompost und eventuell einen kalihaltigen Dünger wie Holzasche oder Kalimagnesia einzuarbeiten. Zwiebeln vertragen keinen frischen Mist!

Pflanzung: Bei Wintersteckzwiebeln im Oktober, bei Steckzwiebeln im April. Die Zwiebelreihen haben ca. 25 cm Abstand voneinander. In der Reihe empfiehlt sich ein Abstand von 10 cm, damit die Zwiebeln groß werden können. Die Steckzwiebeln werden mit der Spitze nach oben so tief gesteckt, dass ein Zipfel der Spitze noch heraussteht.

Eine Mischkultur von Zwiebeln mit Möhren ist zu empfehlen, da sie sich gegenseitig die Schädlinge vertreiben.

Pflegemaßnahmen: Da das Zwiebelgrün kaum Schatten wirft, unterdrückt es auch kein Unkraut. Daher ist das Jäten und Hacken sehr wichtig, weil die Zwiebel zwischen Unkraut zwar überlebt, aber nicht weiterwächst. Wegen der flachen Wurzeln vorsichtig hacken! In trockenen Sommern erhöht zusätzliche Bewässerung den Ertrag.

Ernte: Geerntet wird, wenn ⅔ des Zwiebellaubes gelb und umgefallen ist. Die Zwiebeln werden, möglichst an einem trockenen Tag, mit dem Laub herausgezogen und noch einige Tage zum Trocknen ausgebreitet oder zu Zöpfen geflochten aufgehängt. Zwiebeln müssen unbedingt trocken und möglichst kühl gelagert werden.

Hier finden Sie weitere sehr hilfreiche Informationen:

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Christel Fohlei aus Neuhofen in Rheinland-Pfalz.
Ende des Beitrags 1-2015-136-1622-2

Beitrag teilen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*