Kulturanleitung für Tomaten – Gartenratgeber

Viele unserer Gemüsearten stehen nur eine Saison lang auf ihrem Beet. Bei der Planung eines Gemüsegartens oder Gewächshauses ist die Beachtung der Fruchtfolge wichtig, da es sonst zu einer Häufung von Krankheiten kommen kann und der Boden einseitig ausgelaugt wird. Die Faustregel ist hier: Nur alle vier Jahre wachsen Pflanzen der gleichen Pflanzenfamilie auf derselben Stelle. Die einzige Ausnahme von dieser Regel bilden die Tomaten: Sie mögen Jahr für Jahr am gleichen Platz stehen.

Tomaten

Die Urform der Tomate kommt aus Südamerika und wurde in Mexiko zur Kulturpflanze. Mit den Seefahrern gelangte sie nach Europa. Ende des 19. Jahrhunderts hielt sie Einzug in die deutschen Gemüsegärten.

Kultur: Tomaten lieben, wie alle Früchte des Südens, Trockenheit und Wärme. Abweichende klimatische Bedingungen, wie dies in unseren Breiten der Fall ist, begünstigen Krankheiten. So ist es hauptsächlich die Kraut- und Braunfäule (Phytophtora infestans), die neben der Tomate auch die Kartoffel befällt. In regenreichen Sommern ist der Freilandanbau daher problematisch.

Anbau: Tomaten können über mehrere Jahre am gleichen Platz bleiben. Die direkte Nachbarschaft zu Kartoffeln sollte vermieden werden. Nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, kann gepflanzt werden. Wählen Sie einen möglichst sonnigen Standort. Zur Vermeidung von Krautfäule ist die Kultivierung unter einem allseitig offenen, lichtdurchlässigen Schutzdach, im Kleingewächshaus oder regensicher im Kübel möglich. Wählen Sie einen weiten Pflanzenabstand von 80 – 100 cm, damit die Pflanzen schnell abtrocknen können. Gepflanzt wird in tiefgründig lockerem Boden. Der Wurzelballen wird etwas tiefer als zuvor eingesetzt. Die neuen Wurzeln, die sich am Stiel zusätzlich bilden, sind bei der Nährstoffversorgung hilfreich. Die Erde sollte reichlich mit Kali und nur mäßig mit Stickstoff versorgt sein.

Besonders im Anfangsstadium benötigen die Pflanzen viel Wasser. Wenn sich reichlich Wurzelwerk gebildet hat, können sie sich gut selbst versorgen. Im Garten sollte dann lieber durchdringend und nur einmal pro Woche am Fuß der Pflanze gegossen werden, ohne die Blätter der Pflanze zu benässen. Dies dient zur Vorbeugung des Pilzbefalls. Kübelpflanzen benötigen häufiger die Gießkanne. Achten Sie darauf, dass Abzugslöcher im Pflanzgefäß vorhanden sind. Fingerspitzengefühl im Umgang mit Wasser benötigen Pflanzen im Gewächshaus. Bei zu viel Feuchtigkeit ist die Gefahr des Pilzbefalls recht hoch.

Je nach Sorte werden die Tomaten eintriebig als Stabtomate an Stäben oder Spalieren aufgebunden oder mehrtriebig als Buschtomate, die nicht aufgebunden zu werden braucht, gezogen. Eintriebiges Aufziehen bedeutet, dass die Achsel- oder Geiztriebe frühzeitig ausgebrochen werden. Nur der Haupttrieb bleibt stehen. Dies fördert bei Stabtomaten den Fruchtansatz. Buschtomaten brauchen nicht entgeizt zu werden.

Für guten Fruchtansatz ist es hilfreich, die Pflanzen von Zeit zu Zeit behutsam zu schütteln. Dies gilt besonders, wenn nicht genügend Insektenflug zu beobachten ist.

Hier finden Sie weitere sehr hilfreiche Informationen:

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Christel Fohlei aus Neuhofen in Rheinland-Pfalz.
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