Asterix und die Goten – Band 7 (DE)

Originaltitel: Astérix et les Goths

Handlung:

Der Druide Miraculix wird von Asterix und Obelix zum alljährlichen Druidenwettkampf im Karnutenwald begleitet.

Gleichzeitig dringt eine Schar von Westgoten in Gallien ein und wird von römischen Legionen verfolgt. Die Westgoten planen, den Sieger des Druidenwettstreits zu entführen und mit seiner Hilfe erst Ostgermanien, dann Gallien und zu guter Letzt das gesamte Römische Reich zu erobern.

Auf dem Weg zum Karnutenwald treffen Asterix, Obelix und Miraculix auf dessen Freund Spürnix, der ebenfalls Druide ist. Kurz vor ihrem Ziel werden sie von einer römischen Patrouille aufgehalten, die auf der Suche nach den eingedrungenen Goten ist. Kurze Zeit später kommen die vier am Ziel an und Asterix und Obelix verabschieden sich von den Druiden und warten außerhalb des Treffens.

Zur selben Zeit erreichen die Goten den Karnutenwald und belauschen den Wettkampf. Der Druide Florix schafft es, mit nur wenigen Tropfen seines Zaubertrankes viele schöne Blumen wachsen zu lassen; Barometrix wirft ein wenig von seinem Pulver in die Luft, schon regnet es; Praktifix hat einen Weg gefunden, aus einem Trank Pulver zu machen, das in einem Sack verpackt weniger Platz wegnimmt als ein Tropfen, und Spürnix hat einen Trank erfunden, mit dem er Pommes frites unversehrt aus der Fritteuse holen kann. Allerdings ist das absolute Highlight der Veranstaltung Miraculix, dessen Zaubertrank übermenschliche Kräfte verleihen kann, so dass man nicht nur Bäume ausreißen, sondern auch die Römer in Schach halten kann. Deshalb gewinnt er und erhält als Preis den „Goldenen Hinkelstein“. Bevor er mit Asterix, Obelix und Spürnix abreisen kann, wird er von den Westgoten überfallen und gefangengenommen.

Als Miraculix nicht wiederkommt, beschließen die Gefährten, ihn zu suchen. Sie finden einen gotischen Helm und erkennen, dass Miraculix von den „Barbaren“ entführt worden ist. Daher beschließt Asterix, mit Obelix zu den Goten zu reisen und Spürnix zu ihrem Dorf zu schicken, um die erschreckende Nachricht den Dorfbewohner mitzuteilen.

Nach dem Aufbruch werden Asterix und Obelix von Römern aufgehalten, die sie, da Asterix noch den Helm bei sich trägt, für Goten halten. Zwar verprügeln Asterix und Obelix alle und fliehen, doch werden sie nun von den Römern gesucht, was die Sache erschwert. Diese halten sie für als Gallier verkleidete Goten, weshalb sich die Gallier zur Tarnung als Römer verkleiden. So gelangen sie nach Germanien, wo Miraculix vom Chef Cholerik in einem Käfig eingesperrt gefangen gehalten wird. Nun verkleiden sie sich als Goten.

Währenddessen will Cholerik mit der Hilfe des Übersetzers Holperik erfragen, ob der Druide bereit sei, den Zaubertrank zu brauen. Sein „nein“ übersetzt Holperik, der um sein Leben fürchtet, mit „ja“.

Um Miraculix zu finden, schließen sich Asterix und Obelix einem Trupp gotischer Soldaten an. In der Nacht versuchen sie zu fliehen. Der gleichfalls geflohene Holperik wird von einer Patrouille entdeckt, die auch Asterix und Obelix aufgreift und mit dem Übersetzer in den Kerker wirft.

Nach ihrem Ausbruch berichtet Holperik ihnen, wo sich Miraculix aufhält. Als Soldaten an ihnen vorbeilaufen, macht er diese auf die Gallier aufmerksam. Zwar verprügelt Obelix die Goten erst, doch dann entwickelt Asterix einen Plan und sie ergeben sich. Tatsächlich werden sie zu Cholerik geführt, wo sie auf Miraculix treffen. Dieser enthüllt dem Gotenchef, dass sein Übersetzer gelogen hat, denn Miraculix beherrscht die Sprache der Goten. Cholerik entschließt sich, alle vier am nächsten Tag hinzurichten, und sperrt sie wieder in den Kerker. Dort schmieden Asterix, Obelix und Miraculix einen Plan: Sie initiieren einen Bürgerkrieg, damit die Goten für die nächsten Jahrhunderte nicht mehr auf die Idee verfallen, ihre Nachbarn zu überfallen. Daher braut Miraculix für Holperik seinen Zaubertrank.

Als er am nächsten Tag gevierteilt werden soll, stellt sich heraus, dass die Pferde nicht stark genug sind. Holperik stürzt Cholerik vom Thron, macht sich zum Chef und will Cholerik zusammen mit den Galliern qualvoll hinrichten lassen. Miraculix versorgt nun Cholerik ebenfalls mit Zaubertrank sowie weitere geeignete Kandidaten. Daraufhin brechen im Land der Goten die „asterixinischen Kriege“ aus.

Die drei Gallier kehren unbehelligt in ihr Dorf zurück, wo man sie schon für tot gehalten hat. Grund genug für die traditionelle Feier unter dem Sternenhimmel.

Information:

Dieser Band parodiert die nationalen Klischees der Franzosen über die Deutschen, vor allem deren preußischen Militarismus sowie Neigung zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Reinlichkeit. Die deutsche Kleinstaaterei bzw. die deutsche Teilung werden als vermeintlich (einzig) brauchbarer Weg zur Zähmung des kriegslüsternen Nachbarn interpretiert. Die Goten tragen Pickelhauben und in der Originalversion sind Hakenkreuze in einer Sprechblase und auf einer Flagge zu sehen.

In diesem Comic existieren die Pommes frites schon. Allerdings werden sie erst im späteren Band „Asterix bei den Belgiern“ erfunden.

Obwohl das Treffen im Karnutenwald jährlich stattfindet, präsentiert Miraculix seinen Zaubertrank, den er schon vor längerer Zeit erfunden haben muss, erstmals den eindeutig überraschten anderen Druiden.

1970 in Deutschland erschienen. Im Original Band 3

Der Band erschien unter anderem auch auf Englisch, Spanisch, Türkisch sowie in der Mundart Bayrisch.

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Suchwörter: Asterix, Obelix, Gallien, gallisches Dorf, EGMONT Verlag, ehapa Verlag, A. Uderzo, Didier Conrad, Jean-Yves Ferri, R. Goscinny, Comic

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Rangar Odesch aus Paderborn in Nordrhein-Westfalen.
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