Vorsicht Fettleber – ein Gesundheits-Ratgeber

Jeder 3. Deutsche ab 40 ist betroffen. Ein gesunder Lebensstil beugt vor.

Zu viel, zu süßes und zu fettes Essen macht dick. Was nur wenigen bewusst ist: Mit den Pfunden wächst auch die Leber. Jeder dritte Deutsche über 40 weist eine verfettete und vergrößerte Leber auf. Muss sie mehr Fett aufnehmen als sie abbauen kann, lagert sie es vermehrt ins Gewebe ein. Dadurch vergrößert sich das Organ und wird gleichzeitig in seiner Funktion, der Filterung von Giften und Schlackenstoffen aus dem Blut, beeinträchtigt.

Risikofaktor Fruchtzucker

Neben einer allgemein zu hohen Kalorienaufnahme ist oft eine übermäßige Kohlenhydratzufuhr für die Entstehung einer Fettleber verantwortlich. Darauf weist die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. hin. So verwertet und speichert der Körper nur eine begrenzte Menge Zucker. Der ungenutzte Rest wird zu Fett umgewandelt, das teilweise in der Leber verbleibt und diese verfettet.

Das Tückische daran ist, dass die Leber im Stillen leidet. Müdigkeit, Abgeschlagenheit sowie ein leichtes Druckgefühl im rechten Oberbauch sind meist die einzigen Anzeichen. Dadurch wird das Leiden oft nicht oder erst spät erkannt. Und das ist alles andere als harmlos: So steigt bei einer Fettleber die Gefahr, dass sich das überlastete Organ entzündet (in diesem Fall spricht man von einer Fettleberhepatitis) und seine lebenswichtigen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann. Im schlimmsten Fall wird daraus eine Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs. Verschlimmert wird dies durch Bewegungsmangel, Medikamente, Alkohol oder eine Stoffwechselstörung wie Diabetes. Umgekehrt kann eine Leberverfettung auch Vorbote für Stoffwechselerkrankungen sein und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Die gute Nachricht: Eine Fettleber kann sich wieder zurückbilden. Auch Vorbeugung ist möglich. Voraussetzung dafür ist ein gesunder Lebensstil.

So können Sie Ihre Leber entlasten

Bauen Sie Übergewicht langsam ab. Verzichten Sie jedoch auf Hungerkuren. Sie fördern die Entzündung und bergen die Gefahr eines akuten Leberversagens.

Schränken Sie Ihre Zuckerzufuhr ein. Meiden Sie insbesondere mit Fruchtzucker und Fruktose-Glukose-Sirup gesüßte Lebensmitte! wie Erfrischungsgetränke, Eiscreme und Süßspeisen.

Bevorzugen Sie nährstoffreiche, aber kalorien- und fettarme Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Fisch, mageres Fleisch und Milchprodukte.

Werden Sie körperlich aktiv. Einfacher geht’s, wenn Sie Bewegung in Ihren Alltag einbauen (z. B. Treppe statt Lift benutzen, Einkäufe mit dem Fahrrad anstatt dem Auto erledigen).

Trinken Sie nur hin und wieder Alkohol. Ist Ihre Leber bereits geschädigt, gilt es, Alkohol konsequent zu meiden.

Lassen Sie Ihre Leberwerte regelmäßig vom Hausarzt überprüfen. Die Deutsche Leberstiftung stellt auf ihrer Internetseite einen Fragebogen bereit, mit dem Sie Ihr Risiko für eine Lebererkrankung ermitteln können.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Silke Brammerl aus Sonthofen in Bayern.
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