Niederländisches Bier

 

Durch die Nähe zu Deutschland im Osten und Belgien im Süden könnte man annehmen, dass die Brauindustrie der Niederlande von dem positiven Einfluss ihrer Nachbarn profitiert hat. Dies ist aber leider nicht unbedingt der Fall, denn wo sich die Belgier um Qualität bemühen, setzen die Holländer eher auf Quantität.

Das beste Beispiel hierfür ist Heineken, früher ein kleiner Familienbetrieb, heute jedoch ein gigantisches multinationales Unternehmen und der zweitgrößte Brauer der Welt. Inzwischen ist Heineken in über 170 Ländern der Welt aktiv. Das Unternehmen verdankt seinen Erfolg im Wesentlichen einem Mann: Alfred „Freddie“ Heineken, dem Enkel des Brauereigründers, der einen ausgeprägten Geschäftssinn und den Glauben an die Kraft der Werbung einbrachte, als er die Leitung des Unternehmens in den 1950er-Jahren übernahm.

Die Brauerei De Hooiberg (Der Heuberg) in Amsterdam ist heute ein Museum. Hier hat die Brauerei Heineken ihren Ursprung, als 1863 Gerard Adriaan Heineken diese Brauerei kaufte.

Es gibt zwar neben Heineken noch andere Brauereien in den Niederlanden, doch sind es überraschend wenige für ein Land mit so langer Biertradition. Seit den 1970er-Jahren hat sich jedoch viel getan. Damals gab es nur zwei große Brauereien, nämlich Heineken und Skol, sowie eine Hand voll kleiner Brauer, die ziemlich durchschnittliche blonde Lagerbiere produzierten. Inzwischen haben die Niederländer jedoch ihre Vorliebe für interessantere Biere entdeckt. Die zunehmende Einfuhr von Importbier aus Belgien hat die Brauer in den Niederlanden dazu veranlasst, kreativer zu werden und eine größere Vielfalt an Ales, Lagerbieren und sogar Weizenbieren zu produzieren. Auch traditionelle Saisonbiere, die in Vergessenheit geraten waren, wurden neu aufgelegt.

Obwohl Heineken weiterhin den Markt beherrscht, kann man der Zukunft der Braukunst in den Niederlanden mit Optimismus entgegensehen. Zu den neuen Marken, die dem Gaumen des Publikums ein komplexeres Geschmackserlebnis verschaffen, gehören beispielsweise die La-Trappe-Serie von starken Ales und Christofells rubinrotes Lagerbier Robertus.

Wie Belgien besitzen auch die Niederlande eine reiche Brautradition und die geht ebenfalls auf die jahrhundertealten Braumethoden der Trappisten zurück. Das Bavaria Pilsner gehört zu den am häufigsten getrunkenen Flaschenbieren der Niederlande. Trotz der marktbeherrschenden Stellung der Großbrauereien gibt es jedoch auch hier zahlreiche Kleinbrauereien, die komplexere, dunklere Ales produzieren.

Wissen rund ums Bier in den Niederlanden
Produktionsmenge: 25.124.000 Hektoliter pro Jahr
Pro-Kopf-Verbrauch: 81 Liter pro Jahr
Berühmte Brauereien: Bavaria Brouwerij NV +
Bierbrouwerij de Koningshoeven +
Bierbrouwerij Sint Christoffel +
Grolsch Bierbrouwerij NV +
Heineken Brouwerij BV +
Lindeboom Bierbrouwerij NV +
Oranjeboom Bierbrouwerij
Berühmte Marken: Bavaria Premium Pilsner +
Christoffel Robertus +
Grolsch Premium Lager +
Gulpener Dort +
Heineken +
Lindeboom Pilsener +
Oranjeboom Premium Pilsener

 

Lesen Sie hier weiter:

  • Bavaria 8.6
  • Bavaria Premium Pilsner
  • Christoffel Blond
  • Christoffel Robertus
  • Grolsch Premium Lager
  • Gulpener Dort
  • Heineken
  • La Trappe Blond
  • La Trappe Dubbel
  • La Trappe Quadrupel
  • La Trappe Tripel
  • Lindeboom Pilsener
  • Oranjeboom Premium Pilsener

 

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Lennart Hofstätter aus Sonthofen in Bayern.
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