Heidelbeeren lassen sich auch in Gärten kultivieren – ein Ratgeber


Sommerzeit ist Beerenzeit. Früher holte man Heidelbeeren aus den Wäldern in die Küche. Heute sind die Sträucher rar geworden – dabei lassen sie sich im eigenen Garten kultivieren.

Die heimische Wildart (Vaccinium myrtillus) wächst an lichten Gehölzrändern ebenso wie in Heide- und Moorlandschaften, wo sie sich auf sauren, nährstoffarmen Böden ausbreitet. Die Waldheidelbeere kommt nur im Wildbestand vor. Die Kultur-Heidelbeeren für den Garten sind Büsche, die anderthalb bis zwei Meter hoch werden. In Deutschland wachsen vor allem die sogenannten Northern-Highbush-Sorten, die aus Nordamerika stammen. Diese Pflanzen gelten als frostfest und
wuchsfreudig. Darüber hinaus versprechen sie eine reiche Ernte.

Nach dem Naschen der kleinen Waldheidelbeeren bekommt man eine blaue Zunge, weil Schale und Fruchtfleisch reich an dem Farbstoff Anthocyan sind. Kultur-Heidelbeeren haben hingegen ein helles Fruchtfleisch. Der blaue Farbstoff befindet
sich nur in der Schale.

Die ersten Früchte werden in der Regel Anfang Juli geerntet. Die Beeren an einem Fruchtstand werden in Etappen reif. Das hat den Vorteil, dass man über mehrere Wochen immer wieder ernten kann. Möchte man von Juli bis September Blaubeeren haben, empfiehlt es sich, verschiedene Sorten mit unterschiedlicher Reifezeit zu pflanzen.

Kultur-Heidelbeeren wachsen am besten an sonnigen Plätzen auf einem möglichst naturbelassenen Boden. Er sollte vor der Pflanzung weder gedüngt noch gekalkt sein. Ideal sei ein humoser, saurer Sandboden. Leider findet man diese Bedingungen im Hausgarten sehr selten. Es ist ratsam, den Boden zu präparieren. Es reicht aus, wenn man ein Loch mit einem Durchmesser von einem Meter und einer Tiefe von 40 bis 60 Zentimetern gräbt. In das Loch kommt Torf oder ein Substrat für Rhododendren und Azaleen. Das hat genau die passenden Eigenschaften für Kultur-Heidelbeeren.

Die Wurzeln wachsen eher nach oben an die Oberfläche als nach unten. Der Gärtner kann den Pflanzen etwas Gutes tun, indem er immer wieder verrottetes Pflanzenmaterial, wie Nadelstreu oder Holzhäcksel auf der Wurzelscheibe ausbreitet. Ein hoher Humusanteil hält den Boden feuchter und schafft so Bedingungen, die die Sträucher bevorzugen. Problematisch wird es allerdings, wenn die Nässe sich staut.

Heidelbeeren sollte man sparsam düngen. Die Pflanzen sind sehr salzempfindlich. Es ist daher ratsam, einen Dünger zu verwenden, der für Rhododendren und Azaleen geeignet ist. Einen Teil gibt man, wenn die ersten Blüten erkennbar sind, den zweiten zum Ende der Blüte. Grundsätzlich sollte der Dünger nicht punktuell an einer Stelle ausgebracht, sondern gleichmäßig auf dem Wurzelbereich verteilt werden.

Kultur-Heidelbeeren können mehr als 30 Jahre alt werden. Damit man dauerhaft viele Beeren ernten kann, braucht der Strauch regelmäßig einen Schnitt. Die älteren Zweige werden entfernt. Im Herbst schmücken sich die Sträucher mit gelben beziehungsweise orangefarbenen bis roten Blättern. Das junge Holz kann bei Sorten wie „Reka“ im Winter leuchtend rot gefärbt sein. Robust ist die Sorte „Spartan“. Besonders aromatisch sind die Früchte der Sorte „Elisabeth“. Eine regelmäßige Ernte verspricht „Bluecrop“, die allgemein als „das Maß aller Dinge“ bezeichnet wird.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Franz Lanz aus Wolfsburg in Niedersachsen.


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