Wieso liegt über Flüssen Nebel? – Die Frage des Tages

Wieso liegt über Flüssen Nebel?

Aus astronomischer Sicht fängt der Herbst zwar erst Ende September an, aber für Meteorologen beginnt diese Jahreszeit bereits Anfang September, nämlich am 1. September. Jahreszeiten am 1. eines Monats beginnen zu lassen macht es für die Wetterexperten einfacher, ihre Statistiken zu führen. Zu den typischen Herbsterscheinungen gehört, dass morgens Nebel über den Seen und Flüssen liegt. Wieso entsteht der Nebel?

Antwort: Nebel besteht aus winzigen Wassertröpfchen, deren Durchmesser höchstens wenige hundertstel Millimeter beträgt. Größere Tröpfchen würden als Niesel oder Regen zu Boden fallen. Die Tröpfchen entstehen, wenn sich Wasserdampf in der Atmosphäre abkühlt. Dabei verdichtet er sich so lange, bis er flüssig wird, das heißt kondensiert. Meteorologen unterscheiden mehrere Arten von Nebel, abhängig von den Entstehungsbedingungen.

Eine davon ist der sogenannte Verdunstungsnebel, wie er auch über Seen oder Flüssen zu beobachten ist. Weil das Wasser im Herbst noch relativ warm, die Luft aber deutlich kühler ist als im Sommer, sind die Voraussetzungen für die Bildung dieses Nebels, der auch als Flussrauch bezeichnet wird, besonders günstig. Die kalte Luft streicht über das warme Wasser und dies bewirkt, dass Wasser verdunstet. Dadurch wird die untere Luftschicht stark mit Wasserdampf angereichert. Irgendwann ist sie gesättigt, ein Zustand, bei dem Meteorologen von einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent sprechen. Wann dieser Zustand erreicht ist, hängt von der Temperatur ab, sprich: Bei unterschiedlichen Temperaturen kann die Luft unterschiedliche Mengen an Wasserdampf aufnehmen. Ist die Luft übersättigt, bilden sich Nebeltröpfchen. Dass sich der herbstliche Morgennebel im Laufe des Tages auflöst, liegt an den steigenden Temperaturen. Sie führen dazu, dass die Luft mehr Wasserdampf speichern kann.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Sascha Paul aus Zülpich in Nordrhein-Westfalen.
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