Was passiert bei der Hypnose? – Die Frage des Tages

Was passiert bei der Hypnose?

Der Ausdruck Hypnose erinnert an Hypnos, den griechischen Gott des Schlafs. Hypnotisierte Menschen befinden sich in einem veränderten Bewusstseinszustand, der allerdings nicht mit dem des Schlafs identisch ist. Fachleute sprechen von hypnotischer Trance. Die Aufmerksamkeit wird dabei so gebündelt, dass innere Bilder intensiv erlebt und störende Dinge, etwa Schmerz, ausgeblendet werden können.

Dass Menschen schon vor Jahrtausenden um die Möglichkeit dieses besonderen Zustands wussten, belegen Keilschrifttexte der Babylonier ebenso wie etwa ägyptische Papyri. Bei der Behandlung von Menschen mit körperlichen oder psychischen Problemen wird die Hypnose schon seit Langem erfolgreich eingesetzt.

Was aber haben Forscher über die Grundlagen dieses Zustands herausgefunden?

Was geschieht im Körper von Menschen, die hypnotisiert werden?

Antwort: Unter Hypnose verändert sich nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern die Arbeitsweise des Gehirns. Das heißt, es kommt nachweisbar zu Veränderungen bei der Aktivität unterschiedlicher Bereiche des Gehirns. Zu den Folgen scheint zu gehören, dass Informationen, die normalerweise als zusammenhängend wahrgenommen werden, getrennt sind. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ein bestimmter Vorgang bzw. Reiz nicht mehr als schmerzhaft wahrgenommen wird.

Experten schätzen, dass das menschliche Gehirn mindestens 100 Milliarden Nervenzellen enthält. Gedanken, innere Bilder und Gefühle entstehen aus dem Zusammenspiel solcher Zellen. Die Nervenzellen bilden Netzwerke. Hirnforscher haben Hinweise gefunden, dass unter Hypnose unterschiedliche Verbände von Nervenzellen nicht mehr miteinander kommunizieren. Demnach scheint die Kommunikation zwischen Netzwerken, die unterschiedliche Aspekte von Reizen bearbeiten, abgeschaltet zu werden. Verantwortlich dafür, so heißt es, sei vermutlich das Frontalhirn.

Fachleute unterscheiden mehrere Stadien hypnotischer Zustände. Eine leichte Trance geht unter anderem mit einem verlangsamten Puls und einer tieferen Atmung einher. Das mittlere Stadium eröffnet Expertenangaben zufolge die Möglichkeit, ganz in seiner inneren Welt aufzugehen. Bei einer tiefen Trance sei es möglich, dass jemand vollkommen schmerzunempfindlich werde.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Roger Liman aus Münster in Nordrhein-Westfalen.
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