Was machen Fresszellen? – Die Frage des Tages

Zellen sind die kleinsten lebenden Einheiten, aus denen Organismen aufgebaut sind. Manche Lebewesen, darunter Bakterien und auch bestimmte Pilze, bestehen nur aus einer einzigen Zelle, andere hingegen aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Zellen.

Ein Beispiel für solche Zellen liefern die Nervenzellen im Gehirn, von denen der Mensch vermutlich mehr als 100 Milliarden besitzt. Allein die Zahl der Riechzellen liegt beim Menschen bei einigen Millionen. Zur Gesamtzahl der Zellen im menschlichen Körper finden sich in unterschiedlichen Texten unterschiedliche Angaben. Klar ist aber, dass es viele Billionen sein müssen. Zu ihnen gehören auch die Fresszellen, von Fachleuten Phagozyten genannt. Was machen diese Zellen?

Antwort: Fresszellen kommen bei mehrzelligen Tieren frei im Blut oder Gewebe vor und sind in der Lage, in den Organismus eingedrungene Fremdkörper zu verdauen oder Nahrungsteilchen aufzunehmen, wie dies zum Beispiel bei Schwämmen und Hohltieren geschieht. Bei Wirbeltieren wird körperfremdes Material von den weißen Blutkörperchen beseitigt. Wie genau sich Fresszeilen verhalten, haben Forscher kürzlich im Fachmagazin „Nature“ am Beispiel von sogenannten neutrophilen Granulozyten gezeigt, die zu den weißen Blutkörperchen zählen und ein wichtiger Teil der menschlichen Immunabwehr sind. Sie werden im Knochenmark gebildet und mit dem Blut im Körper verteilt. Wie Streifenpolizisten wachen sie darüber, ob etwa Krankheitserreger eingedrungen sind oder ob Gewebe zu Schaden gekommen ist“, so die Universität Bonn, die an der Studie beteiligt war. Zu ihren Aufgaben gehöre unter anderem, verletzte Gewebeteile zu verdauen. Hat eine der Fresszellen einen Erreger gefunden, ruft sie andere Zellen herbei. Daraufhin finden sich ganze Schwärme von Fresszellen zusammen, die gemeinsam die Eindringlinge bekämpfen. Die Universität Bonn konnte neue Erkenntnisse über Moleküle gewinnen, die die Grundlage dafür liefern, dass sich die Fresszellen zu einem Schwarm zusammenfinden. Wie die Universität Bonn erklärt, schafft die Zusammenballung die Voraussetzung dafür, dass an einer bestimmten Stelle von den Zellen eine große Menge an antibakteriellen Wirkstoffen ausgeschüttet werden kann. Dadurch werde vermutlich die Verbreitung von Keimen verhindert.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Gerrit Balmer aus Büdelsdorf in Schleswig-Holstein.
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