Hausmittel gegen Erkältungen – ein Ratgeber

Etwa 200 Erkältungen und Infekte machen wir im Leben durch. Die meisten sind völlig harmlos. Mit ihren lästigen Begleiterscheinungen wie Schnupfen, Halsweh, Kopf- und Gliederschmerzen nerven sie aber gehörig. Trotz aller Abhärtung, angesichts der allgegenwärtigen Ansteckungsgefahr erwischt es jeden irgendwann. Manche althergebrachte Hausmittel können helfen, uns dann schnell wieder fit zu machen.

1. Ruhe gönnen
Fühlen Sie sich aufgrund einer Erkältung stärker angeschlagen, sollten Sie kürzer treten und sich Ruhe gönnen. Stress ist nämlich Gift für das angeschlagene Immunsystem. Mit etwas Schlaf, kuscheliger Wärme, viel Trinken, Obst und einer Hühnersuppe ist der Infekt nach wenigen Tagen vergessen. Auch Fieber ist wichtig für den Körper und die Gesundung, wenn es aber steigt und die Beschwerden nicht abklingen, muss der Arzt um Rat gefragt werden.

2. Bei Atembeschwerden lindert inhalieren schnell
Nase und Augen rot verschwollen und ständig tropfend, an Durchatmen ist nicht zu denken? Wen der Schnupfen gepackt hat, dem sei Inhalieren mit getrockneten Kamillenblüten empfohlen. Die feuchtwarme Uralt-Methode wirkt! Die Schleimhäute werden befeuchtet, der Kamillendampf wirkt abschwellend und entzündungshemmend. Zudem löst sich der Druck im Kopf und man kann besser atmen. Wer keinen Inhalator besitzt, kann einfach einen Topf und ein Tuch zum Abdichten nehmen.

3. Wohlbefinden bringt ein Erkältungsbad
Jeder kennt das Gefühl: Es herrscht graues Schmuddelwetter, die Füße sind kalt und nass geworden, und man fröstelt von Kopf bis Fuß.
Was liegt da näher, als ein Erkältungsbad mit ätherischen Ölen aus Eukalyptus, Thymian, Minze oder Fichtennadeln, die die geplagten Atemwege beruhigen und den Körper durchwärmen. Das Wasser sollte nicht heißer als 40 Grad sein und das Bad höchstens zwanzig Minuten dauern, sonst könnte der Kreislauf streiken.

4. Wickel – das Hausmittel aus Urgroßmutters Zeiten
Ein warmer Wickel nach althergebrachter Art auf Brust, Hals oder Ohren lindert die Beschwerden ganz ohne Chemie. Egal ob mit Zwiebeln (gegen Ohrenschmerzen), Kartoffeln (Halswickel gegen Heiserkeit und Halsschmerzen) oder Quark (Brustwickel gegen Husten): Man legt die Natur-Heilmittel in ein Geschirrtuch und umwickelt die schmerzende Region. Dann mit einem Handtuch abdecken.

5. Mit Wasser sanft heilen
Eine förderliche Wirkung bei Erkältungen wird auch kalten Waschungen bescheinigt, gerade bei einer Anwendung im Brustbereich. Dafür ist es zunächst wichtig, dass der Körper warm ist. Die Körperpartie zwischen Hüfte und Schultern wird dann mit kreisenden Bewegungen mit kaltem Wasser abgerieben. Die Trocknung erfolgt über die natürliche Körperwärme. Ziel ist es, die Durchblutung anzuregen und so auch das Herz zu stärken.

6. Fieber kann durch einen Einlauf deutlich gesenkt werden
Um den Stoffwechsel bei akuten fieberhaften Erkältungen zu entlasten, sollte die Nahrungsaufnahme reduziert werden. Wichtig ist jetzt vor allem, reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Eine Darmreinigung mit Hilfe eines Einlaufs kann zusätzlich helfen, das Fieber zu senken. Verwenden Sie dafür zum Beispiel zimmerwarmen Kamillentee.

7. Gegen den Halsschmerzen hilft gurgeln
Gegen Halsschmerzen sollte man mehrmals am Tag gurgeln. Das geht beispielsweise am besten mit Salzwasser. Hierzu wird ein halber Teelöffel Salz in einem Glas warmen Wasser aufgelöst. Auch ätherische Öle von Kamille, Salbei oder Teebaum sind auch sehr wirksam. Sie sorgen dafür, dass die Krankheitserreger im Mund- und Rachenraum keine lange Überlebenschance haben.

8. Besonders wichtig ist frische Luft
Wenn Sie die Erkältung so richtig erwischt hat, ist es besonders wichtig, regelmäßig zu lüften. Dadurch wird die abgestandene, keimgeschwängerte Luft gegen frische ausgetauscht. Außerdem sollte gerade bei Heizungsatmosphäre immer auf hohe Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Wasserschälchen auf der Heizung oder feuchte Tücher schützen die Schleimhäute vor dem Austrocken. Wer mag, kann einige Tropfen ätherisches Öl hinzufügen.

9. Selbstheilung wird durch Akupressur gefördert
Die Akupressur gewinnt gerade in der jüngsten Vergangenheit mehr und mehr an Bedeutung. Gerade im asiatischen Raum kommt auch die Akupressur als Hausmittel gegen Erkältungen zum Einsatz. Durch einen leichten, kreisenden Druck auf bestimmte Punkte unseres Körpers sollen so die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Einbezogen werden beispielsweise die Brustpartie, die Schläfen, die Stirn und die Region zwischen Daumen und Zeigefinger.

10. Wärme ist auch nach dem Bad sehr wichtig
Gerade bei erkälteten Kindern werden Überwärmungsbäder empfohlen. Dabei wird die gewohnte Wassertemperatur innerhalb von 30 Minuten um ca. 1,5 Grad erhöht. Gleichzeitig wird das Kind unter Wasser mehrfach abgebürstet. Nach einer kurzen Ruhephase im Sitzen in der Wanne geht es gut abgetrocknet ins vorgewärmte Bett. Um einen Flüssigkeitsverlust zu vermeiden, sollte man schon in der Wanne zusätzlich Tee oder Wasser gereicht werden.

 

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Ein Betrag unserer/s Leserin/s Rita Flörsch aus Albersdorf / Schleswig-Holstein

Sämtliche Bezeichnungen auf dieser Webseite richten sich an alle Geschlechter.

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