10 Tipps bei Blasenschwäche – ein Gesundheitsratgeber

  1. Tipp – Den Beckenboden trainieren: Oft genügen kleine Übungen, die sich ganz diskret in den Alltag integrieren lassen. So können Sie den Urinstrahl beim Toilettengang kurz unterbrechen und damit den Schließmuskel der Harnröhre und die Muskulatur stärken. Auch beim Treppensteigen wird der Beckenboden automatisch mittrainiert.
  2. Tipp – Abnehmen: Reduzieren Sie Ihr Gewicht, denn überflüssige Pfunde belasten den Beckenboden.
  3. Tipp – Die richtige Körperhaltung ist wichtig: Alle Bewegungen und Positionen, die den Rücken schonen, sind gut für den Beckenboden. Halten Sie sich aufrecht und tragen Sie schwere Gegenstände stets nah am Körper.
  4. Tipp – Treiben Sie regelmäßig Sport: Vermeiden Sie Sportarten, die den Beckenboden belasten (Aerobic, Joggen) und wählen Sie einen Sport, der den Beckenboden entlastet (Schwimmen, Yoga, Gymnastik, Walking).
  5. Tipp – Vermeiden Sie Verstopfungen: Heftiges Drücken beim Toilettengang beansprucht den Beckenboden und verstärkt die Blasenschwäche nur noch. Deshalb sollten sich Menschen mit Inkontinenz besonders ballaststoffreich ernähren. Hilfreich bei Blasenschwäche sind außerdem Kürbiskerne. Sie reduzieren ständigen Harndrang und stärken die Blasenmuskulatur. Auch Cranberrys sind zu empfehlen, denn sie verhindern das Festsetzen von Bakterien an der Blasenschleimhaut.
  6. Tipp – Viel trinken: Es mag widersprüchlich klingen, aber wer Probleme mit dem kontrollierten Wasserlassen hat, sollte viel trinken! So werden die Harnwege durchgespült und Infektionen vermieden. Gleichzeitig gilt es, harntreibende koffeinhaltige Getränke und Alkohol zu vermeiden. Wichtig ist es, die Blase an die vorhandene Füllkapazität zu gewöhnen. Menschen mit Blasenschwäche sollten ruhig regelmäßig ein WC aufsuchen, dem Harndrang jedoch nicht gleich nachgeben. Wer versucht, dem Druck zu widerstehen, gewinnt nach und nach die Kontrolle über seine Blase zurück.
  7. Tipp – Sorgen Sie für Entspannung: Bei häufigem Harndrang können Techniken wie Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung helfen, die Symptome stressbedingter Ursachen von Blasenschwäche zu lindern.
  8. Tipp – Nicht rauchen: Chronischer Husten kann auf Dauer zu einer Schwächung der Muskulatur des Beckenbodens beitragen und Harninkontinenz verursachen.
  9. Tipp – Blase vollständig entleeren: Um zu vermeiden, dass sich die Blase gegen den eigenen Willen danebenbenimmt, sollte letztere beim Toilettengang vollständig entleert werden – ein leichtes Nach-vorne-Beugen kann dabei helfen. Ratsam kann es auch sein, beim Husten, Niesen, Bücken oder Lachen den Beckenboden leicht anzuspannen oder im Sitzen die Beine zu überschlagen. Mit Inkontinenzhilfsmitteln wird keinem auffallen, wenn Menschen mit Blasenschwäche im Alltag unverhofft Urin verlieren.
  10. Tipp – Vorbeugung: Die Dranginkontinenz, die mit zunehmendem Alter an Bedeutung gewinnt, kommt durch eine starke Verspannung der Blasenmuskulatur zustande. Eine häufige, aber vermeidbare Ursache sind wiederholte Blasenentzündungen. Um Keimen das Eindringen in den Harntrakt zu erschweren, kommt es auf eine gute Intimhygiene an. Wichtig ist es außerdem, das Immunsystem zu stärken sowie Füße und Unterleib stets warm zu halten.

 

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Sonja Kettler aus Saarbrücken im Saarland.
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