Was ist eine Kogge? – Die Frage des Tages

Bremer haben zum Beispiel mit den Hamburgern gemeinsam, dass sie als Hanseaten bezeichnet werden. Das Wort Hanse geht aufs Althochdeutsche zurück und bedeutet so viel wie Schar.

Hinter dem Begriff steckte zunächst eine Gemeinschaft norddeutscher Kaufleute, die im Ausland Handelsinteressen verfolgten. Später entwickelte sich daraus ein Zusammenschluss von Städten. Als wichtiges Datum in der Geschichte der Hanse wird häufig die Gründung der Stadt Lübeck im Jahr 1143 genannt. Diese schuf eine Grundlage für die Entwicklung des Handels mit weiter östlich gelegenen Gebieten. Im 14. Jahrhundert gehörten der Hanse etwa 200 Städte an. Ab dem 15. Jahrhundert verlor diese Gemeinschaft mehr und mehr an Bedeutung. Beim Transport der Handelsgüter spielten sogenannte Koggen eine große Rolle. Was ist eine Kogge?

Antwort: Der Ausdruck geht auf das Mittelniederdeutsche zurück und bedeutete ursprünglich so viel wie kugelförmiges Schiff. Die bauchigen Koggen sind vom 13. bis 15. Jahrhundert sowohl als Handels- als auch als Kriegsschiffe eingesetzt worden. Typische Kennzeichen dieser Segelschiffe waren vergleichsweise hohe Aufbauten an Heck und Bug. Gefundene Überreste haben Wissenschaftlern die Möglichkeit eröffnet, sich ein genaues Bild von diesem Schiffstyp zu machen. Großes Aufsehen erregte zum Beispiel das Wrack einer Hansekogge, das 1962 beim Ausbaggern eines Hafenbeckens in Bremen gefunden wurde. Die aus dem Jahr 1380 stammende Kogge wurde später zu einer Attraktion des Deutschen Schiffahrtsmuseums in Bremerhaven. Eine große Herausforderung bedeutete für die Experten des Museums die Konservierung des Wracks. Die Gefahr, dass Holz, das lange im Wasser gelegen hat, zerfällt, ist groß. Im Laufe langer Zeiträume fressen Mikroorganismen wie Bakterien große Teile der Holzsubstanz in den Zellwänden. Wenn das Holz dennoch seine ursprüngliche Form behält, dann liegt das am Wasser, das die Hohlräume füllt und so Zellen und Zellwände stützt. Trocknet das Holz jedoch aus, schrumpft es und fällt irgendwann regelrecht in sich zusammen. Die Experten mussten deshalb ausgeklügelte Verfahren entwickeln, um die Überreste zu erhalten.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Marita Wegmann aus Borken in Hessen.
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