Warum ist Krill so wichtig? – Die Frage des Tages

Warum ist Krill so wichtig?

Als Krill werden Kleinkrebse bezeichnet, die zum Plankton gerechnet werden. Dieser Ausdruck ist im 19. Jahrhundert von dem Kieler Wissenschaftler Victor Hensen in die Meeresbiologie eingerührt worden. Das Wort Plankton kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „das Umherschweifende“. Gemeint ist damit die Gesamtheit der frei im Wasser treibenden Organismen. Der Krill spielt für das Leben im Meer eine besonders wichtige Rolle. Warum?

Antwort: Die Bezeichnung Krill stammt aus dem Norwegischen, wo sie ursprünglich allgemein für Walnahrung verwendet wurde. Bartenwale wie Blau-, Finn- und Grönlandwale ernähren sich von Zooplankton, das heißt unter anderem von kleinen Tieren wie Krill. Sie lassen Wasser ins Maul strömen, das sie dann durch die Barten nach draußen drücken. Die Kleintiere werden dabei zurückgehalten. Die bekannteste Krillart ist der Antarktische Krill, der nicht nur für Wale, sondern auch für Pinguine, Robben, Fische und Vögel die Nahrungsgrundlage bildet. Das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven vergleicht seine Bedeutung für das Nahrungsnetz mit der des Herings auf der Nordhalbkugel unserer Erde. Mit dem Hering vergleichbare schwarmbildende Fische fehlten in der Antarktis. Der Antarktische Krill erreicht eine Größe von etwa sechs Zentimetern und ernährt sich von winzigen Algen und Ruderfußkrebsen. Die Unterseite des Meereises wird vom Krill abgeweidet, wie das Alfred-Wegener-Institut erklärt. Dort wachsen Algen. Spalten und Hohlräume im Eis bieten dem Krill einen geschützten Lebensraum.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Kevin Fabul aus Freiburg in Niedersachsen.
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