Wann bildet sich Arktiseis? – Die Frage des Tages


In den Diskussionen über den Klimawandel spielt das Eis im Nordpolargebiet eine zentrale Rolle. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Wenn beispielsweise Eis auf Grönland schmilzt, kann dies zur Erhöhung des Meeresspiegels beitragen. Verschwindet Meereis, das Sonnenstrahlung reflektiert, kann sich der Ozean stärker erwärmen. Dies hat Folgen für das Wetter – selbst in Mitteleuropa. Vor diesem Hintergrund möchten Forscher möglichst viel darüber wissen, von welchen Faktoren die Eisbildung in der Arktis abhängt. Bei der Beantwortung dieser Frage hilft ihnen der Blick in die Erdgeschichte. Was haben sie dabei festgestellt? Wann bildet sich in der Arktis Eis?

Antwort: Eis bildet sich bei entsprechend niedrigen Temperaturen, doch diese einfache Wahrheit reicht nicht aus, um die Vorgänge in der Arktis zu verstehen. Einen Beleg dafür liefert eine Studie, die Wissenschaftler um Kirstin Werner vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) jetzt in der Fachzeitschrift „Paleoceanography“ veröffentlicht haben. Mit Hilfe von Ablagerungen vom Meeresgrund haben sie die Umweltbedingungen in der Framstraße zwischen Spitzbergen und Grönland während der vergangenen 9.000 Jahre rekonstruiert. Das heißt: Sie betrachten einen Zeitraum, der kurz nach dem Ende der letzten Kaltzeit begann. In dieser Kaltzeit lag Skandinavien unter einem kilometerdicken Eisschild und der Meeresspiegel mehr als hundert Meter niedriger als heute. Wie die Gruppe um Kirstin Werner feststellte, war es vor 5.000 bis 9.000 Jahren in der Framstraße im Schnitt wärmer als heute. Erst vor etwa 5.000 Jahren begann demnach eine Entwicklung, die dazu führte, dass die östliche Framstraße ständig eisbedeckt war. Bei der Eisbildung, so die Forscher, habe neben den Temperaturen auch die Tatsache eine Rolle gespielt, dass der Meeresspiegel stark angestiegen sei. Dabei seien Gebiete im Bereich Sibiriens und Nordamerikas überflutet worden und flache Schelfmeere entstanden. Einer der Autoren der Studie, Robert Spielhagen, fasst das Ergebnis so zusammen: „Heutzutage wird das meiste Meereis nah an der Küste gebildet, wo der Arktische Ozean sehr flach ist. Das war wohl auch in früheren Epochen so. Und als es keine flachen Schelfmeere in der Arktis gab, entstand so wenig Meereis, dass es kaum bis in die östliche Framstraße gelangte. Damit haben wir erstmals Hinweise auf einen direkten Zusammenhang zwischen Meeresspiegel und Eisbildung gefunden.“ Solche Erkenntnisse spielen nach Darstellung der Forscher auch für die Betrachtung der künftigen Entwicklung eine Rolle. Zu fragen sei auch, wie sich der steigende Meeresspiegel auf die Eisbildung auswirke.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Felix Gurt aus Bremerhaven im Bundesland Bremen.

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