Jerry Cotton 2778 – Die Schönen und die Toten

Mit kleinen Schritten bewegte sich das leicht bekleidete Model. Ihr perfekter Körper war nur von einem Hauch von dunkelblauer Seide bedeckt. An der breiten Fensterfront machte sie halt und blickte auf die bunten Lichter von New York. Eine Stadt, die ihr bisher viel Glück gebracht hatte. Sie war aussichtsreichste Kandidatin der ShowAmerica-s Hottest Top Model. In wenigen Wochen war die Show zu Ende und sie, Sarah Stone, malte sich schon aus, was sie mit all dem Geld machen würde, das mit dem Sieg verbunden war. Nicht zu vergessen auch der Ruhm. Sie würde um die Welt reisen, mit den Stars des Showbusiness dinieren und vielleicht einen Filmstar heiraten.

Sarah drehte sich um und ging zu dem breiten Designer-Sofa, das sich in der Mitte des rund vierzig Quadratmeter großen Raumes befand. Sie nahm ihre Handtasche, öffnete sie und griff nach einem kleinen Kosmetikspiegel. Sie öffnete ihn und holte eine kleine Tüte mit Kokain heraus.

»Jetzt gönne ich mir erst mal was«, sagte sie zu sich selbst, schüttete das Pulver auf den Spiegel, portionierte es mit einer Rasierklinge und sog eine Line mit einem gerollten Hundert-Dollar-Schein ein.

Doch die erwartete Reaktion blieb aus. Stattdessen fühlte sie ein dumpfes, übles, Gefühl, das sich von der Nase aus auf ihr ganzes Gesicht ausbreitete. Dann blieb ihr die Luft weg. Sie versuchte verzweifelt zu atmen, doch es gelang ihr nicht. Ihre Atemwege waren wie verstopft, hatten sich krampfartig zusammengezogen. Instinktiv stolperte sie zur Balkontür, öffnete sie und ging an die frische Luft. Doch es gelang ihr immer noch nicht zu atmen. Sie wurde panisch, verlor immer mehr die Kontrolle über ihren Körper. Durch eine unglückliche Bewegung kam sie an die Balkonbrüstung, stolperte und fiel in die Tiefe. Vierzehn Stockwerke lang dauerte ihr Todeskampf. Dann endete er mit einem dumpfen Aufschlag auf dem harten Bürgersteig. Sarah Stones Karriere hatte ein abruptes Ende gefunden.

Es war vier Uhr morgens, als mein Handy klingelte. Ein Anruf zu dieser Zeit bedeutete niemals etwas Gutes.

»Cotton«, meldete ich mich mit leicht verschlafener Stimme. Die Zentrale war dran. Ich erhielt kurz einige Informationen zum Einsatz. Phil war bereits informiert worden.

Nach wenigen Minuten war ich angezogen. Für ein Frühstück blieb keine Zeit. Es war mir dafür auch noch etwas zu früh.

Ich fuhr los, um Phil am üblichen Treffpunkt abzuholen. Er wartete schon dort, vorschriftsmäßig gekleidet wirkte aber noch ein wenig verschlafen.

»Guten Morgen«, begrüßte ich ihn, als er eingestiegen war.

»Guten Morgen«, erwiderte er, »wobei ich nicht weiß, ob es wirklich so ein guter Morgen werden wird.«

»Kannst du schon mal die vorliegenden Informationen abfragen?«, fragte ich und fuhr los. Um die Zeit war noch nicht viel Verkehr, nur ein paar Taxis und Frühaufsteher waren unterwegs.

Phil startete den Bordcomputer und loggte sich ein.

»Das ist ja interessant«, sagte Phil.

»Was haben unsere Kollegen vom NYPD denn schon an Informationen zusammentragen können?«

Phil las noch ein paar Zeilen und antwortete dann. »Das Opfer ist Sarah Stone, eine junge Frau, 20 Jahre alt.«

»Und nicht verwandt mit Sharon Stone?«, fragte ich.

»Sieht nicht so aus«, antwortete Phil. »Weißt du, wie viele Leute in den Vereinigten Staaten >Stone< heißen? Bestimmt Zehntausende.«

»Ja, ein guter alter britischer Name«, sagte ich, setzte den Blinker und wechselte auf die linke Fahrspur. . . . . .

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(evtl. in diesem Beitrag veröffentlichte Bilder können auch nur Beispielbilder sein – auf den Bildern dieses Beitrags dargestellte Personen stehen in keiner Beziehung zu dem Titel und Inhalt dieses Romans )

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Marcel Humbert aus Guben in Brandenburg.
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