Ampel-Kennzeichnung auf Lebensmitteln hilft Verbrauchern

Ergebnisse aus Online-Quiz zur Nährwertkennzeichnung

Eine klare und einheitliche Nährwertkennzeichnung nach dem Ampel-Prinzip auf der Produktvorderseite hilft Verbrauchern. Dies macht ein Online-Quiz der Verbraucherorganisation Consumers International (CI) deutlich. Bei Produkten, die auf der Vorderseite mit der so genannten Ampel gekennzeichnet waren – also der farbigen Bewertung einzelner Nährstoffgehalte in „gering“, „mittel“ und „hoch“– konnten 90 Prozent der Teilnehmer den Gehalt von Salz, Zucker und Fett in verpackten Lebensmitteln richtig beurteilen. Ohne derart sichtbare Kennzeichnung waren es nur weniger als die Hälfte.

Die gesetzlichen Regelungen zur Nährwertkennzeichnung sind aus Sicht der Verbraucherzentralen unzureichend: Derzeit sind Angaben zu Nährstoffen größtenteils freiwillig. Ab 2016 wird eine Kennzeichnung zwar verpflichtend. Allerdings können die Nährwerte auch in einer Tabelle dargestellt werden – und diese muss nicht einmal zwingend auf der Produktvorderseite stehen.

Studien und Umfragen haben aber bereits mehrfach belegt, dass Verbraucher die Ampelkennzeichnung wünschen und das Verständnis für Nährwertgehalte durch die Ampel verbessert wird.

Hersteller und Handel dagegen bremsen die Ampel nach wie vor aus. Sie wollen die farbige Kennzeichnung, die sich am Nährstoffgehalt je 100 Gramm eines Produktes orientiert, nicht. Auch von der Verbraucherschutzministerin kommt diesbezüglich keine Unterstützung. Sie bevorzugt das alternative „4+1 Modell“, obwohl eine Emnid-Umfrage im Jahr 2009 zeigte, dass Verbraucher die Ampel diesem Modell klar vorziehen.

 

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Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Uschi Holmes aus Hammelburg in Bayern.
Sämtliche Bezeichnungen auf dieser Webseite richten sich an alle Geschlechter.

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