8 Spartipps für Reisen in die Schweiz

Die Schweiz ist Deutschlands teurer Nachbar. Sie lockt Interessierte zum Reisen, doch die Preise sind hoch. Mit den nachfolgenden Insider-Tipps lässt sich einiges Geld sparen.

Urlaub in der idyllischen Schweiz wird für Reisende aus Deutschland immer interessanter. Viele stellen sich aber die Frage, ob die Schweiz nicht extrem teuer ist? Durchaus. Laut Statistikamt in Neuchâtel ist sie schon seit längerem das teuerste Land Europas – noch vor Island und Norwegen. Wer aber seinen Urlaub in der Schweiz richtig plant, kann viel Geld sparen. Mit den nachfolgenden acht Tipps kann die Reisekasse geschont werden:

1. Wählen Sie die richtige Region
Vier-Sterne-Hotel in der Züricher City oder per Bahn hinauf auf das Jungfraujoch? Da sollte die Geldbörse gut gefüllt sein. Ländliche Regionen in Graubünden und im Wallis – ausgenommen mondäne Orte wie St. Moritz – sind günstiger als die Städte. Auch dünn besiedelte Regionen in der Westschweiz sind vergleichsweise günstig. Die höchstgelegene Stadt der Schweiz, La-Chaux-de-Fonds, liegt im Jura und punktet mit schachbrettartig angelegtem Stadtbild, Architektur von Le Corbusier und Uhrenmuseum. Der ehemalige Bischofssitz Porrentruy (Pruntrut) in der Ajoie, wie der nordwestlichste Zipfel der Schweiz heißt, und die Freiberge im Jura haben ihren Reiz, sind aber weniger touristisch.

2. Meiden Sie die klassischen Hotels
Gerade für Familien sind Ferienwohnungen und -häuser eine günstige Option. Wer eine Infrastruktur möchte, die auf Kleinkinder ausgelegt ist, ist mit Feriendörfern der Schweizer Reisekasse (Reka) gut bedient. Die Unterkünfte der Genossenschaft liegen in attraktiven Lagen. Hallenbad, Kinderbetreuung und Kinderbettchen sind inklusive. Auch Top-Jugendherbergen wie das Wellnesshostel 4000 in Saas-Fee und das Wellnesshostel 3000 in Laax sind weit vom klassischen Bettenlager entfernt. Darüber hinaus gibt es auch einfache und günstige Jugendherbergen in schönen Lagen. Der deutsche Jugendherbergsausweis gilt auch in der Schweiz. Eine sehr bekannte Kulturgeografin, seit 2010 in der Region Zürich lebend, empfiehlt Bed and Breakfast. Sie recherchiert auf Portalen wie Tripadvisor und Booking, prüft die Lage bei Google Maps, schaut sich die Bewertungen an und bucht meist direkt.

3. Nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel
In Ballungszentren darf die Unterkunft auch in der Peripherie liegen, denn die Schweiz verfügt über einen hervorragenden öffentlichen Verkehr (ÖV). Es lohnt sich, jeden zweiten Tag zehn oder 15 Franken (neun bis 13,60 Euro) in Tram oder Bus plus etwas Reisezeit zu investieren. So lassen sich auch mit einer günstigen Lage der Herberge täglich 50 Franken (45 Euro) oder mehr sparen. Tipp für den Sommer in Zürich: Für 8,80 Franken ein ÖV-Tagesticket lösen, die City per Bus, Tram und vor allem per Schiff erkunden und natürlich in den Zürichsee springen. Kinder unter sechs Jahren fahren gratis. Kinder und Jugendliche von sechs bis 15 Jahren fahren mit einer Juniorkarte für 30 Franken pro Jahr in Bus, Tram und Bahn in Begleitung ihrer Eltern gratis. Die Karte gibt es am Bahnschalter. Und noch ein Tipp für den Transport: Bei An- und Abreise per Bahn bekommen Reisende 25% Bahncard-Rabatt für die Schweiz-Strecke, wenn sie das Ticket in Deutschland kaufen.

4. Vermeiden Sie Restaurantbesuche
Wer länger als für einen Kurztrip in die Schweiz fährt, spart mit Selbstversorgung viel Geld. Typische Schweizer Detailhändler – so heißt der Einzelhandel in der Schweiz – sind Coop und Migros. Die größeren Häuser bieten günstige Mittagessen an, die etwa zwölf Franken kosten. DENNER ist der führende Schweizer Discounter, auch ALDI und LiDL sind in der Schweiz präsent.

5. Vermeiden Sie die Schweizer Hauptsaison-Monate
Ein preisgünstiger Reisemonat für Urlauber, die nicht Ski fahren wollen, ist November. Die Skigebiete sind dann noch geschlossen, aber in den südlichen Schweizer Gefilden wie im Tessin oder im Wallis ist das Wetter durchaus sonnig. Viele Skiorte bieten im Sommer zudem mit Buchung der Unterkunft die Bergbahnen inklusive an, was für Wanderer perfekt ist. Da sich die kantonal geregelten Ferientermine in der Schweiz von denen deutscher Bundesländer teilweise deutlich unterscheiden, kann man in der Nebensaison günstig buchen. Typisches Beispiel sind die Oster-, Pfingst- und Herbstferien. Wer ohne Kinder in die Schweiz reist, für den ist beispielsweise auch der September eine gute Option.

6. Nutzen Sie Trinkbrunnen
Schweizer Großstädte, aber auch kleinere Ortschaften verfügen über ein dichtes Netz an Brunnen, deren Wasser man trinken kann und an denen man seine Wasserflasche auffüllen kann und darf. Allein in Zürich gibt es mehr als 1.200 Wasserspender. Im Restaurant kostet ein Mineralwasser – egal ob „still“ oder mit „Blöterli“ (Kohlensäure) – ab vier Franken (rund 3,60 Euro). Im Supermarkt gibt es die Halbliterflasche der Eigenmarken ab 60 Rappen (55 Cent).

7. Nutzen Sie Gratis-Eintritt ins Museum
Basel ist die Museumshauptstadt der Schweiz. Dort und in anderen Städten öffnen zahlreiche Häuser am ersten Sonntag des Monats ihre Türen gratis. Dazu zählen das Kunstmuseum, das Historische Museum Basel, das Museum der Kulturen und das Naturhistorisches Museum mit riesigem T-Rex. Im Kunstmuseum gibt es zusätzlich während der Woche von Dienstag bis Freitag für die letzte Öffnungsstunde von 17 bis 18 Uhr freien Eintritt. Außerhalb von Basel gibt es viele weitere interessante und sehenswerte Museen. Das Archäologiemuseum Latenium in Hautrive am Neuenburgersee ist am ersten Sonntag gratis. Das Fotomuseum Winterthur ist mittwochs zwischen 17 und 20 Uhr gratis. Und es gibt noch viele weitere Museen, die an bestimmten Tagen und/oder zu bestimmten Uhrzeiten freien Eintritt gewähren.

8. Nutzen Sie kostenlose Freibäder und Badestellen an Seen
In der Schweizer Hauptstadt Bern sind alle Freibäder bis auf eines gratis. Drei der Gratisbäder haben neben Schwimmbecken auch Zugang zur Aare. Das Marzili ist idyllisch und zentral gelegen. Fast alle Schweizer Badeseen verfügen über frei zugängliche Badeplätze, viele davon mit Gratis-Toiletten. Teilweise ist auch die Nutzung der Duschen und Grillplätze kostenlos.

 

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Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Britta Huksch aus Gerolstein in Rheinland-Pfalz (RP).
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