3 Fakten … über Müll-Gerüchte

Laut Naturschutzbund braucht eine Plastikflasche ca. 450 Jahre, bis sie zerfällt. Etwas schneller können die drei folgenden Irrtümer rund um das Thema Plastikmüll und Recycling aufgeklärt werden.

  1. Fakt: Nicht nur Verpackungen mit dem Grünen Punkt dürfen in den Gelben Sack. Irrtum – so ist es schon lange nicht mehr. In den Gelben Sack darf alles, was Verkaufsverpackung, Metall oder Verbundstoff ist. Dazu gehören Plastiktüten, Folien, Dosen oder auch Getränkekartons. Laut der Verbraucherzentrale können auch Serviceverpackungen – also Coffee-To-go-Becher, Styroporboxen für Take-away-Essen und Einwickelpapier – im Gelben Sack entsorgt werden. Ob ein Grüner Punkt auf den Verpackungen ist, spielt gemäß Verbraucherzentrale seit 2009 keine Rolle mehr. Denn seitdem gilt gesetzlich festgelegt, dass alle Hersteller Teil des dualen Systems sein müssen, das gebrauchte Verpackungen dem Recycling zuführt. Der Grüne Punkt war der erste Anbieter dafür, inzwischen gibt es diverse duale Systeme. Übrigens: Plastikmüll wie eine gebrauchte Zahnbürste oder eine kaputte Gießkanne gehört nicht in den Gelben Sack.
  2. Fakt: Verpackungen müssen nicht sauber gespült werden, bevor sie in den gelben Sack kommen. Laut NABU (Naturschutzbund Deutschland) ist das der Punkt, an dem die größte Unsicherheit herrscht. Dabei ist die Regel einfach: Nein, leere Verpackungen müssen nicht gespült werden. Es reicht, den Joghurtbecher auszulöffeln oder die Zahnpastatube auszuquetschen. Wichtig ist aber, die einzelnen Bestandteile – zum Beispiel Alu-Tube und Plastikdeckel oder Joghurtbecher und Deckelfolie oder Plastikflasche und Schraubverschluss u. ä. – voneinander zu trennen und einzeln in den Gelben Sack zu werfen.
  3. Fakt: Ob eine Verpackung in den Restmüll oder den Gelben Sack geworfen wird, ist egal – letztendlich wird sowieso alles verbrannt. Restmüll darf seit 2005 nicht mehr auf Deponien gelagert werden und wird deshalb tatsächlich in der Regel als Energielieferant genutzt und verbrannt. Zum Beispiel landet der Restabfall in Bremen laut der dortigen Stadtreinigung beim örtlichen Müllheizkraftwerk, in der Energetischen Verwertung oder bei der SWB Entsorgung GmbH. Allerdings ließe sich die Menge des verbrannten Mülls deutlich verringern: Das Umweltbundesamt hat in einer bundesweiten Restmüllstudie 2020 ermittelt, dass nur knapp 33 Prozent dessen, was in der schwarzen Tonne landet, dort wirklich hineingehört. Knapp 40 Prozent des Inhalts in der Restmülltonne waren Bioabfälle, die in der Biotonne entsorgt und verwertet werden könnten. Auch Altglas und -papier, Kunststoffe und weitere Wertstoffe könnten, wenn sie richtig getrennt werden, recycelt werden.

 

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