Tee – ein Ratgeber

Frage:

Ich habe gerne Tee getrunken und auch meinen Kindern gerne gegeben, falls sie krank waren. Allerdings muss ich sagen, seit dem Unfall in Fukushima bin ich mehr als beunruhigt. Ich kann keinen Teehersteller finden, der auf seiner Verpackung das Herkunftsland angibt. Diese Katastrophe in Japan wird gerne unter den Teppich gekehrt. Allerdings hört hier der Spaß auf. Viele Teesorten kommen aus Japan. Ich habe selbst die großen Teehersteller bereits angeschrieben. Es kam nichts zurück. Ganz ehrlich: Ich bin so verunsichert, dass ich seitdem keinen Tee mehr kaufe. Warum ändert man diese Vorschriften nicht? Ich finde das alles für den Verbraucher eine Zumutung. Wird sich da irgendwann mal etwas ändern?

Antwort:

Es gibt keine verpflichtende Angabe des Ursprungslands bei Tee.

In den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuches für Tee und Teeerzeugnisse sind dazu folgende Beschreibungen zu finden:

Geographische Hinweise werden nur verwendet, wenn der Tee ausschließlich aus dem angegebenen Herkunftsgebiet stammt.

Bei Mischungen von Tees unterschiedlicher Herkunft wird die Verkehrsbezeichnung durch das Wort „Mischung“ ergänzt.

Ein geographischer Hinweis wird nur dann verwendet, wenn der Anteil aus dem bezeichneten Herkunftsgebiet mehr als die Hälfte beträgt und die Eigenart der Mischung bestimmt, zum Beispiel „Assam-Teemischung“.

Ein Hinweis auf ein Land oder eine Region ohne eigenen Teeanbau ist keine Herkunftsangabe, zum Beispiel Ostfriesische Mischung, Englische Mischung.

Da das Ursprungland keine Pflichtangabe auf Tee ist, muss Ihnen der Anbieter keine Auskunft geben. Es gibt aber Tee mit Angabe des Ursprungslands im Handel. Sie können gezielt solche Produkte kaufen.

Nach der derzeitigen Datenlage gibt es keinen Anlass zur Sorge, die Kontrollen der Behörden und die Eigenkontrollen der Unternehmen sollen aber zur Sicherheit weitergeführt werden.

Mehr zu radioaktiven Belastung von Lebensmitteln aus Japan erfahren Sie  beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Das Bundesamt veröffentlicht Ergebnisse der Analysen, die es an die Europäische Kommission weitergeleitet.

(Stand: 02.09.2013)

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Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Sandra Küfert aus Gummersbach in Nordrhein-Westfalen.
Sämtliche Bezeichnungen auf dieser Webseite richten sich an alle Geschlechter.

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