Rundum-Schutz fürs Haus – Versicherungs-Tipp

Wetterextreme: Eigentümer sichern ihre Immobilie mit Gebäude-, Hausrat-, Elementarschaden-Versicherungen ab.
Wochenlang hielt das Hochwasser im Jahr 2013 die Bevölkerung in Teilen Deutschlands im Griff. Ob Starkregen, Hagel oder Sturm – eine Studie vom Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) und Klimaforschern zeigt, dass Wetterextreme zunehmen und jede Region treffen können. Schäden durch Überschwemmungen könnten sich bis zum Ende des Jahrhunderts verdoppeln. Sturmschäden drohen bis zum Jahr 2100 um mehr als 50 Prozent zuzunehmen, Hagelschäden bis ins Jahr 2050 um 60 Prozent.

Wohngebäude
Unentbehrlich für jeden Eigentümer ist deshalb eine Wohngebäude-Versicherung. Sie zahlt für Schäden, etwa wenn der Blitz einschlägt, Sturm das Dach abdeckt oder ein Feuer wütet. Versichert sind Haus, Garage und vertraglich genannte Nebengebäude sowie Zubehör am Haus wie Solaranlagen und Markisen.

Richtige Summe
Die Beitragshöhe berechnet sich nach Versicherungsumfang, Größe, Alter, Zustand und Bauart sowie die regionale Lage der Immobilie. Hat man bei Vertragsabschluss den gleitenden Neuwert vereinbart, wird die Prämie und Leistung des Versicherers dann den aktuellen Baupreisen angepasst. Im Falle eines Totalschadens erhält man stets die erforderliche Summe, um das Haus in gleicher Art und Güte neu aufzubauen.

Hausrat
Nimmt die Einrichtung Schaden, springt die Hausratversicherung ein. Unbedingt Unterversicherung vermeiden. Wer in der Police nur einen Teil seines Hausrats angibt, um an der Prämie zu sparen, bekommt im Schadensfall auch nur einen Teil von der Versicherung ersetzt.

Elementarschutz
Nicht alle Gefahren deckt die Gebäudeversicherung ab. Zusätzlich sollten man auch eine Elementarschaden-Versicherung abschließen, die Schäden, zum Beispiel durch Überschwemmung, einschließt – etwa wenn Flüsse durch Starkregen über die Ufer treten, das Kanalisationssystem überlastet ist, sich dadurch das Wasser anstaut und in den Keller dringt. Die Police ersetzt die Kosten für durchnässte Mauern und Bodenbeläge (Zusatz zur Gebäudeversicherung) oder für zerstörte Elektrogeräte und Polstermöbel (Zusatz zur Hausratversicherung). Der Elementarschutz für Gebäude ist laut GDV je nach Lage und Größe der Immobilie für unter 100 Euro pro Jahr zu haben.

Vorhersage
Die „MehrWetterApp“ der öffentlichen Versicherer übermittelt Wettervorhersagen inklusive Unwetternachrichten. Die Benachrichtigung erfolgt direkt auf das Smartphone. Zudem hat man Zugriff auf Wetterkarten sowie -prognosen für unterschiedliche Freizeitaktivitäten. Die „MehrWetterApp“ ist für die Kunden der öffentlichen Versicherer kostenlos erhältlich über die Internetseite der Öffentlichen Versicherung.

Der Schaden ist da – was tun?
Im Schadensfall heißt es zuallererst: Ruhe bewahren. Den Schadensort möglichst so belassen, wie er ist. Nicht in Gefahr bringen, indem man zum Beispiel aufs Dach klettern, um dort ein Loch abzudecken, das der Sturm verursacht hat. Beschädigte Fenster, durch die Regen eindringt, sollten aber möglichst abgedichtet werden, um Folgeschäden so gering wie möglich zu halten.

Den Schaden unverzüglich dem Versicherer melden und ihm alle wichtigen Auskünfte und Belege geben. Beschädigte oder zerstörte Gegenstände für die Schadensaufnahme sichern. Fotos zur Dokumentation machen, zum Beispiel von Hagelkörnern, neben die man einen Zollstock legt. Für die Hausratversicherung sollten besonders wertvolle Gegenstände vorsorglich vorher fotografiert werden. Kaufbelege sollten sorgsam aufbewahrt werden.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Darius Siebert aus Köln in Nordrhein-Westfalen.
Ende des Beitrags 1-2014-138-1941-2

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