Promille­grenze für E-Bikes: Das müssen Sie wissen

Elektroradler wissen es: Mit Motor­unterstüt­zung strampelt es sich leichter durch den Alltag. Aber ist die Heim­fahrt auf dem Elektrorad auch erlaubt, wenn Alkohol im Spiel ist? Das kommt ganz darauf an, mit welchem Modell man unterwegs ist. test.de informiert.

Wer sich beschwipst auf sein Elektrofahr­rad schwingt, kann unge­straft davon­kommen. Denn ein E-Bike, dessen Motor den Fahrer nur bis zu einer Geschwindig­keit von 25 km/h beim Strampeln unterstützt, ist kein Kraft­fahr­zeug (Kfz). Das entschied das Ober­landes­gericht Hamm (Az. 4 RBs 47/13). Damit gilt für Elektroräder mit Motor­unterstüt­zung bis 25 km/h das, was auch für „normale“ Fahr­räder gilt. Als „absolut fahr­untüchtig“ gilt, wer 1,6 Promille im Blut hat. Aber auch Fahrer mit weniger Alkohol im Blut können als „relativ fahr­untüchtig“ einge­stuft werden.

Bei Unfällen müssen auch leicht alkoholisierte Radler mit Bußgeld rechnen

Wer als Fahr­radfahrer trotz 1,6 Promille am Verkehr teilnimmt, begeht eine Straftat. Und wer dabei erwischt wird, dem drohen Fahr­verbot und Führer­schein-Entzug. Aber auch schon ab 0,3 Promille kann die Fahrt als Ordnungs­widrigkeit gelten, nämlich dann, wenn ein Unfall passiert. Dann muss auch der leicht alkoholisierte Radler mit einem Bußgeld und einer Medizi­nisch Psycho­logischen Unter­suchung (MPU) rechnen. Mögliche Konsequenz: der Verlust des Auto­führer­scheins.

Für schnel­lere E-Bikes gelten die Kfz-Regeln

Schnel­lere Elektrofahr­räder und S-Pedelecs 45 mit einer Motor­leistung bis 45 km/h gelten als Kfz. Sie brauchen ein Nummern­schild und sind damit pflicht­versichert. Für diese Elektroräder gilt, was auch für Autos gilt. Auto­fahrer werden schon mit weniger Promille aus dem Verkehr gezogen. 0,5 Promille sind eine Ordnungs­widrigkeit, 1,1 Promille am Steuer gelten als Straftat.

Versicherung kann bei Vorsatz Regress fordern

Unfall­schäden durch lang­samere E-Bikes über­nimmt in der Regel die private Haft­pflicht. Vor allem in alten Verträgen sind Elektroräder nicht erwähnt. Deshalb sollten Kunden sich schriftlich vom Versicherer bestätigen lassen, dass ihr E-Bike im Vertrag auch abge­deckt ist. Wer im Straßenverkehr unter Alkohol­einfluss Schäden verursacht, handelt grob fahr­lässig. Auch dafür springt in der Regel die private Haft­pflicht ein. Ausnahme: Wer die Schäden vorsätzlich verursacht hat, kann zur Kasse gebeten werden.

Tipp: Wie Sie sich und Ihr E-Bike am besten absichern erfahren Sie im Spezial-Heft „Fahrt ins Ungewisse“.

Änderung des Grenz­werts geplant

Der mit 1,6 Promille verhält­nismäßig hohe Grenz­wert für Radler ist umstritten. Die Verkehrs­minister­konferenz hat mit 1,1 Promille eine Empfehlung für eine neue Promille­grenze an den Bund abgeben. Doch bis ein möglicher neuer Grenz­wert gilt, wird es noch einige Zeit dauern. Aber schon jetzt lässt sich sagen: Ob mit Motor­unterstüt­zung oder ohne – am sichersten fährt, wer nüchtern strampelt.

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Richard Plümer aus Bad König in Hessen.


Ende des Beitrags 1-2013-327-1611-4 ▪ ohne Gewähr ▪ Info-24-Service bzw. Domaininhaber übernimmt weder eine Haftung noch Garantie für die Richtigkeit veröffentlichter Beiträge ▪ Wir weisen darauf hin, dass wir für Schäden und Folgen, die aus der Anwendung der auf der Webseite www.info24service.com veröffentlichten Beiträge entstehen, keine Haftung übernehmen. ▪ Für die Richtigkeit und Inhalte der Beiträge sind allein die Inserenten verantwortlich. ▪ Evtl. veröffentlichte Bilder können auch nur Beispielbilder sein. Auf den Bildern dieses Beitrags dargestellte Personen stehen in keiner Beziehung zu dem Titel und Inhalt dieser Publikation. Alle etwaig genannten Markennamen, Warenzeichen und Bilder sind Eigentum ihrer rechtmäßigen Eigentümer und dienen nur der Beschreibung bzw. der Identifikation der hier möglicherweise betroffenen Geräte bzw. Gerätetypen ▪ Sollten der Inhalt oder die Aufmachung dieses Angebots oder Gesuchs gegen die Rechte Dritter oder gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen, was weder von uns noch dem Inserenten gewollt ist, dann schicken Sie uns bitte eine E-Mail ohne Kostennote. Wir garantieren Ihnen, dass wir zu Recht beanstandete Passagen umgehend entfernen werden, ohne dass von Ihrer Seite die Einschaltung eines Rechtsanwalts erforderlich ist. Sollten Sie trotz dieses Hinweises ohne vorherige Kontaktaufnahme eine Abmahnung eröffnen, werden wir sie vollumfänglich zurückweisen und gegebenenfalls Gegenklage wegen Verletzung vorgenannter Bestimmungen einreichen.

Empfehlung von Info-24-Service:
Wollen Sie etwas verkaufen? Suchen Sie etwas? Wollen Sie vermieten oder mieten? Warum immer zu ebay, amazon, alle:auktionen, Auktionssuche.de, echtwahr.de, axion.de, hood.de usw.? Auf dieser Webseite können Sie inserieren und zahlen keine Gebühren an uns. Versuchen Sie es einfach mal. Viele Käufer und Verkäufer suchen nach Alternativen zu ebay & Co. Wie Internetstatistiken beweisen, suchen viele Käufer und Verkäufer auch über Suchmaschinen, wie Google etc. im gesamten Internet, so dass dann auch alle Angebote und Gesuche angezeigt werden.

Beitrag teilen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*