Mit Klimageräten einen kühlen Kopf bewahren – ein Ratgeber

Viele von großer Hitze Geplagte kaufen sich ein Klimagerät. Sie wollen es angenehm kühl und möglichst sofort.

Die Stiftung Warentest hatte zehn Klimageräte geprüft – fünf fest installierte Splitgeräte und fünf mobile Monoblockgeräte, die sich eher für die Abkühlung an einzelnen heißen Tagen eignen. Splitgeräte kühlen Räume erheblich schneller und zu spürbar niedrigeren Stromkosten als Monoblöcke. Allerdings kosten sie mit 1.360 bis 2.820 Euro auch mehr als Monoblöcke, die für 350 bis 825 Euro zu haben sind.

Mobile Monoblöcke sind unkompliziert. Einfach im Baumarkt kaufen, Stecker rein und abkühlen. Der Haken: Monogeräte pusten die warme Raumluft über einen dicken Abluftschlauch nach draußen, den Nutzer aus dem Fenster hängen müssen. Weil dadurch ein Spalt des Fensters offen bleibt, strömt permanent warme Luft von draußen ins Haus und mindert den Kühleffekt. Um das zu verhindern, müssen Nutzer den Fensterspalt abdichten. Das funktioniert in der Praxis aber kaum. Hinzu kommt, dass sich der Abluftschlauch auf bis zu 65 Grad Celsius erhitzt und den Raum zusätzlich aufheizt. Alles in allem eine wenig effiziente Lösung. Von fünf Monogeräten schnitten drei nur ausreichend ab, die beiden befriedigenden Geräte sind von De’Longhi (825 Euro) und Comfee (350 Euro).

Splitgeräte bestehen aus einem Innen- und einem Außengerät. Zwischen ihnen zirkuliert ein Kältemittel und transportiert Wärmeenergie nach außen. Das Prinzip erlaubt schnelle und energiesparende Abkühlung. Der Haken: Nur Kälteklimafachbetriebe dürfen Splitgeräte installieren. Das einzig gute Splitgerät kommt von Panasonic und kostet 2.510 Euro. Drei weitere sind befriedigend, eins ist nur ausreichend.

Wie groß die Unterschiede der beiden Varianten in der Praxis sind, zeigt der Test: Die besten Splitgeräte kühlten einen 14 Quadratmeter großen Prüfraum in weniger als zehn Minuten von 35 auf 25 Grad Celsius. Die Monoblöcke hingegen benötigten für die Abkühlung zwischen 45 und 106 Minuten.

Unterschiede gibt es auch beim Energieverbrauch: Splitgeräte sind in der Regel dauerhaft im Einsatz und heizen in der Übergangszeit auch. Für ein Szenario mit unterschiedlichen Außentemperaturen haben die Tester die Stromkosten pro Jahr berechnet: Mit knapp 38 Euro klimatisierte ein Splitgerät den Prüfraum am günstigsten. Monoblockgeräte sind in der Regel nur an einzelnen Tagen im Einsatz. Die Stiftung Warentest ermittelte die Stromkosten für 300 Betriebsstunden mit niedrigster Solltemperatur und höchster Lüfterstufe. Das entspricht einem Einsatz von je fünf Stunden an 60 Tagen. Dafür zahlen Nutzer mit dem stromhungrigsten Monoblock bis zu 84 Euro. Pro Stunde verbrauchen selbst die Monoblöcke bei höchster Einstellung maximal 1.000 Watt. Nach dem Modell der Stiftung sind das 28 Cent an Stromkosten. Das würden im Hochsommer wohl viele gern für einen kühlen Kopf ausgeben.

(Stand: 18.07.2018)

 

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Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Horst Henschel aus Saarbrücken im Saarland.
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