Fußbodenheizung – ein Segen …? PRO + CONTRA

PRO: SIE kann sich aus Erfahrung für einen angenehm temperierten Bodenbelag erwärmen.

Achtung, es kommt gleich eine gängige Phrase: Gibt es etwas Schöneres als barfuß zu laufen…? Für mich in jedem Fall, denn ich liebe schöne Schuhe. Trotzdem: Zuhause ziehe ich sie sofort aus – da siegt die Bequemlichkeit – und ich trage Socken. Eine Angewohnheit aus der Zeit in meinem Elternhaus, das eine Fußbodenheizung hatte. Wie gut es mir damals ging, wurde mir erst später klar, als ich Mieterin einer fußkalten Wohnung war. Selbst dicke Hausschuhe (ein Styling-Schreck) ließen mich nie die kühle Bodenzone vergessen. Seitdem weiß ich: Fußkalte Räume mindern die Wohnqualität enorm. Jetzt lebe ich in einem renovierten Bauernhaus – auf dicken Holzbohlen. Eine tolle, warme Grundlage, aber am angenehmsten ist es in der Küche, wo unter den Bohlen die Heizungszuleitung verläuft.

 

CONTRA: zugegeben, im Badezimmer sind warme Fliesen toll. Ansonsten braucht ER keinen warmen Boden.

Immer wenn ich schlafen wollte, war es noch warm im Zimmer. Zu warm, um schnell einzuschlafen und sich im Schlaf zu erholen. Eine Fußbodenheizung ist träge und reagiert nur langsam auf Temperaturveränderungen. Die Wärme, die im Estrich gespeichert ist, wird langsam abgegeben. Seit zwanzig nun wohne ich in Altbauten. Mit Heizkörpern unter den Fenstern. Wenn ich es warm haben möchte, wird es schnell warm, und wenn es zur Nacht hin kühler werden soll, drehe ich die Heizung wieder ab – ganz einfach und unkompliziert. Kalte Füße hatte ich noch nie. Dazu trägt sicher auch das schöne, alte Fischgrätenparkett bei. Und das Argument, so ein Heizkörper sei optisch hässlich und nehme dazu noch Platz weg, gilt nicht so wirklich. Denn wer stellt schon Möbel vor das Fenster?

 

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Ingo Handerl aus München in Bayern.
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