12 Tipps für sicheres Fahrradfahren – ein Ratgeber

Der Sommer ging zu Ende und es ist Herbst. Wenn es im Herbst wieder früher dunkel wird und die Straßen nass sind, ist beim Fahrradfahren – gerade auch für ältere Menschen – besondere Vorsicht geraten. Viele Unfallursachen lassen sich jedoch vermeiden. Hierzu 12 Tipps für sicheres Radeln.

Fahrradfahren ist ein sehr schonender Sport, der auch Knochen und Gelenken guttut. Deswegen wird der Trend begrüßt, dass immer mehr – auch ältere – Menschen Fahrrad fahren.

Doch Radfahren erfordert Balance, Koordination und schnelle Reaktionsfähigkeit. Gerade Senioren hören und sehen aber nicht mehr so gut, manchmal ist auch der Gleichgewichtssinn beeinträchtigt. Das bedeutet aber nicht, dass ältere Menschen auf das Fahrradfahren verzichten müssen – im Gegenteil, um Unfälle zu vermeiden, gibt es einige Tipps von Experten:

1. Tipp: Elektrofahrrad
Sogenannte E-Bikes oder Pedelecs bieten älteren Menschen eine gute Alternative zum herkömmlichen Fahrrad. Die höheren Geschwindigkeiten der Elektroräder steigern aber das Unfallrisiko. Deshalb sollten Radfahrer auf eine angepasste Geschwindigkeit achten.

2. Tipp: Beleuchtung und Kleidung
Wichtig ist neben einem funktionierenden Vorder- und Rücklicht sowie Reflektoren an den Speichen auch die Sichtbarkeit des Fahrers. Gerade bei Regen und in der Dämmerung lohnt es sich, eine Warnweste oder helle Kleidung mit Reflektoren zu tragen, um nicht von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden.

3. Tipp: Schuhe
Festes Schuhwerk bietet beim Auf- und Absteigen einen besseren Halt. Offene Schuhe erhöhen zudem die Gefahr, beim Treten der Pedale abzurutschen.

4. Tipp: Hörgerät
Wer ein Hörgerät trägt, muss es auch im Straßenverkehr einschalten. Zudem ist es ratsam, eine Hörminderung in regelmäßigen Abständen durch den Arzt abklären zu lassen.

5. Tipp: Kopfschutz
Ein Fahrradhelm senkt das Risiko einer Kopfverletzung deutlich, vorausgesetzt, er sitzt gut und ist nicht älter als fünf Jahre. Das gilt gerade für Menschen, die gerinnungshemmende Medikamente wie beispielsweise Phenprocoumon, Dabigatran.Apixaban oder Rivaroxaban einnehmen und daher im Falle eines Sturzes auf den Kopf ein höheres Risiko für eine Blutung haben.

6. Tipp: Alkohol
Keinen Alkohol vor oder beim Fahrradfahren trinken. Alkohol schränkt die Reaktionsfähigkeit deutlich ein und mindert den Gleichgewichtssinn.

7. Tipp: Wetter
Regen an sich ist kein Grund, auf das Fahrradfahren zu verzichten, wenn die Reifen dafür geeignet sind und wenn man über entsprechende Kleidung verfügt. Doch Regen sollte auch nicht unterschätzt werden. Gerade nasses Herbstlaub kann die Straßen schnell sehr glatt machen. Auch bei Gewitter ist Fahrradfahren gefährlich und sollte vor allem in ländlichen Gebieten vermieden werden.

8. Tipp: Gepäck
Taschen hinten im Fahrradkorb oder in einer Fahrradtasche am Gepäckträger verstauen. Taschen, die am Lenker hängen, stören das Gleichgewicht und sind eine häutige Unfallursache.

9. Tipp: Regelmäßiges Training
Mangelnde Beweglichkeit kann beim Auf- und Absteigen zur Gefahr werden. Mit Gymnastik, Yoga oder Faszientraining lässt sich gegensteuern.

10. Tipp: Inspektion
Das Fahrrad regelmäßig auf Verkehrssicherheit prüfen oder prüfen lassen. Sind die Reifen abgefahren? Funktionieren die Bremsen, die Schaltung und das Licht? Viele Fahrradwerkstätten bieten dafür professionelle Inspektionen an.

11. Tipp: Vorsicht
Die meisten Fahrradunfälle ereignen sich nicht im Herbst oder Winter, wie allgemein angenommen wird, sondern im Frühjahr, wenn das Wetter wieder wärmer und trockener wird.

12. Tipp: Grundsätzliches
Wer noch nie oder schon länger nicht mehr auf dem Fahrrad gesessen hat oder sich beim Radfahren unsicher fühlt, kann an Kursen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e. V. (ADFC) teilnehmen. Orte, an denen sie angeboten werden, finden sich auf der ADFC-Internetseite www.ADFC.de.

 

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Simon Lehrter aus Neuwied in Rheinland-Pfalz.
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