Muschel-Produkte herstellen + vertreiben

Wer seinen Urlaub im Sommer an der See verlebte‚ bringt sich mitunter auch mal die eine oder andere schöne Muschel mit, um sie daheim als Reiseandenken aufzubewahren. Aber irgendwann wirft man das gute Stück wieder weg, weil einem die Sache doch nicht mehr wichtig genug erscheint.

Man kann es aber auch so machen, wie eine Dame aus Hessen, die aus ganz einfachen kleinen Strandmuscheln reizende Schmuckstücke zaubert. Hierzu werden die Stücke erst einmal gründlich gereinigt und anschließend aussortiert. Unversehrte und schöne Exemplare erhalten dann eine besondere Behandlung.

Zunächst erhalten die Muscheln einen Anstrich aus Metallic-Lack, einer Plaka-Farbe oder farbigem Nagellack. Nach dem Trocknen werden die einzelnen Stücke an ihrer oberen Seite durchbohrt und zu Ketten aufgereiht. Man kann auch im Heimwerkergeschäft erhältliche Ösen für Ohrringe einsetzen oder Seiden- und Lederbändchen hindurchziehen. Auf diese Weise erhält man schöne Schmuck- und Souvenir-Gegenstände, die sich gut verkaufen lassen. Dabei kommt einem zugute, dass der Muschelschmuck teurer aussieht, als er vom Aufwand her kosten muss.

Mit kleinen Muscheln lassen sich Schmuckkästchen, die vorher im Rohbau aus Holz zusammengeklebt wurden, besetzen und verschönern, Bilderrahmen herstellen und sogar Gebrauchsgegenstände verzieren. Ein auf Glas, auf eine mit Goldpapier verschönerte Pappe oder auf einem Spiegel geklebtes Muschelherz ist ein Artikel, der überall guten Anklang findet, zumal, wenn im Zentrum dieses Motivs noch ein kleiner Spruch geschrieben steht.

Muscheln, in etwas größerer Ausführung machen sich gut als Anhänger. Hierzu wird man die Stücke wieder mit einer besonderen Farbe – am besten Gold, Silber oder Violett – einfärben, mit einem Loch für Kette und Anhänger versehen und um den Hals tragen. Aufgemalte Buchstaben, die Initialen der Trägerperson, verstärken noch den guten Eindruck. Selbstverständlich können Sie auch ganze Namen aufmalen und die Stücke in größeren Kollektionen über den Andenkenhandel oder direkt in einem Internetshop zum Verkauf bringen.

Da der eigene Name für die meisten Menschen so etwas wie eine „magische Bedeutung“ besitzt, wird man solange danach suchen, bis man ein Stück gefunden hat, das den eigenen Vornamen trägt.

Noch größere Stücke können Sie belassen wie sie sind, reinigen und anschließend mit einem „Gruß aus …“ versehen. Dieser Schriftzug, der an gut sichtbarer Stelle angebracht wird, macht aus dem einfachen Meeresprodukt einen Kunstartikel.

Vor Jahren verdienten sich Süßwarenproduzenten eine „goldene Nase“ mit Muscheln, die sie mit einer Zuckermasse füllten und die nur durch ständiges lecken rauszuholen war.

Obwohl es sich hierbei um künstlich erzeugte Muscheln gehandelt haben dürfte, können Sie beispielsweise Muscheln auch als Duftkerzen anlegen, indem die hohlen Innenseiten mit einem Docht versehen werden und anschließend eine Füllung aus parfümiertem Kerzenwachs erhalten.

Eine recht interessante Vertriebsidee hatten zwei junge Geschwister, die sich die Adressen von ehemaligen – bereits abgereisten – Feriengästen aus ihrem Nordseebad-Heimatort besorgten. Diese kauften sie den Hotels und Pensionen ab oder bekamen sie von den Kurverwaltungsleuten. Alsdann schrieben die Geschwister die Leute mit einem nett aufgemachten Brief an und boten ihnen als Erinnerung an ihren einmaligen Ferienaufenthalt ein besonderes Reise-Souvenir an. Das bestand aus einem Kästchen, das mit mehreren Sorten Muscheln, einem Seestern, etwas weißem Strandsand und einigen anderen Kleinigkeiten angefüllt war. Das Kästchen war mit Muscheln beklebt und innen mit blauer Seide ausgeschlagen. Sand, Muscheln und die anderen Zubehöre waren in Plastiktütchen verpackt und konnten nach Erhalt der Sendung nach eigenen Wünschen oder nach Vorlage angeordnet und in die Schauvitrine oder den Wohnzimmerschrank gestellt werden. Auch mit speziellen mit einem großen Korken verschließbare Glasformen eignen sich dafür.

Über 50 % der angeschriebenen Feriengäste fanden die Idee sehr hübsch und bestellten das „Andenken-Kästchen“, das ihnen dann zum Preis von 15 EUR + Porto ins Haus geschickt wurde.

Wichtig ist hierbei, zu beachten, dass der Datenschutz gewahrt bleibt. Hierzu bedarf es einer gesonderten vorbereitenden Vereinbarung mit den „Adressen-Gebern“, die wiederum der Einfachheit halber einen entsprechenden Passus, von wegen, dass deren Kundenadressen zur „Verbesserung der Marketingstrategien“ oder „ständiger Verbesserung des Touristikangebots gem. den individuellen Wünschen der bisherigen Gäste“ weiterverarbeitet und verwertet werden dürfen, in ihren eigenen Geschäftsbedingungen einbauen.

Die Grundmaterialien für diese Verkaufsidee lagen praktisch auf dem Boden, man musste sie nur richtig sehen und etwas gekonnt verarbeiten, um daraus Geld zu machen.

Nun wohnen die meisten Menschen in unserem Land wohl n i c h t am Meer und können sich auch nicht mit den erforderlichen Muscheln für ihre Basteleien und eventuell für Souvenir-Kästchen versorgen. Doch mit den richtigen Verbindungen zu Schreibpartnern und nebenberuflichen „Strandläufern“ kann man sich die erforderlichen Exemplare im Allgemeinen problemlos und billig besorgen. Und das funktioniert zu jeder Jahreszeit, im Herbst und Winter wahrscheinlich sogar noch eher, als im Sommer, wenn während der sonnigen und warmen Tage sowieso keiner großartig an unnötiger Bewegung interessiert ist.

Daneben liefern die folgenden Firmen sowohl fertige Muschelerzeugnisse als auch die Muscheln selbst:

Walter Hofacker
Jungfernstieg 32-34
24340 Eckernförde

Heinrich Plotow
Wendenstraße 429
20537 Hamburg

Nautilus J. & K. Brockmann
Postfach 428
26574 Baltrum

Walter H. Fuß
Bahnhofstraße 213
72488 Jungnau.

Fremdländische Muscheln bekommen Sie von den US-Firmen:

Empire Ind.
876 Greenwood Rd
Teaneck
NJ 07666, USA.

M. Miller Enterprise
Newark International Plaza
International Way & US #1
Newark
NJ 07114, USA

National Import Co.
P.O.Box 128
Hazlet
NJ 07730, USA

Saxons
5280 NE Shell World Pl.
Newport
OR 97365, USA.

Muscheln für Sammler und zu Dekorationszwecken erhalten Sie u. a. auch von den folgenden Firmen:

Johannes Kagerah
Rödingsmarkt 19
20459 Hamburg

Köhler Lehrmittelanstalt
Friedrich-Ebert-Ring 32
56068 Koblenz

Leybold-Heraeus GmbH
Bonner Straße 504
50968 Köln

Mauer Lehrmittel & Labortechnik GmbH
Postfach 20
65711 Hofheim

Ratec
Körberstraße 15
60433 Frankfurt

Franz Weigert
Postfach 1860
86623 Neuburg

Cord Sarnighausen
Hagedornstraße 17
20149 Hamburg.

Diese zuletzt aufgeführten Unternehmen liefern auch versteinerte Muscheln und Naturkunde-Exemplare. Der An- und Verkauf solcher Stücke kann Ihnen ebenfalls einen guten Verkaufserfolg sichern, wenn Sie sich gezielt mit Sammlern in Verbindung setzen, die Sie durch die verschiedenen Fachzeitschriften erreichen.

Mit einer besonderen Geschäftsidee hat eine japanische Firma ihren Kundenkreis vergrößert. Sie liefert richtige Perlmuscheln, in denen sich garantiert auch eine Perle befindet. Der Clou bei der Sache: Die in Büchsen angelieferten, getöteten – aber präparierten – Tiere müssen vom Empfänger selbst geöffnet werden. Alsdann kommt eine schöne Zuchtperle zum Vorschein, deren Wert allerdings vorher im Kaufpreis mit berücksichtigt wurde.

Sie können für Ihre Muschelerzeugnisse eine ähnliche Attraktion erreichen, wenn Sie die farbig geschmückten Muscheln scheinbar verschließen und mit einer „Perle“ als Inhalt anbieten. Dabei werden Sie sich natürlich hüten von einer „echten“ Perle zu sprechen und lediglich eine Imitation beifügen, die den Zweck hat, dekorativ auf den Betrachter zu wirken. In Ermangelung echter Strandmuscheln können Sie sich auch von einem Schlemmerlokal die Austernschalen erbeten, die Sie dann reinigen und nach entsprechender Vorbereitung weiterverarbeiten. Japanische Heimkünstler fertigen aus solchen Muschelhälften sogar richtige kleine Schmuckgärten, die dann als Zier-Andenken verkauft werden.

(0408 – 2010-0215jK) (2010-215-1446)

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