Asterix 38 – Die Tochter des Vercingetorix

Im Herbst 2019 erleben ein sehr kleiner und ein sehr dicker Comicheld wieder neue Abenteuer: Der Egmont-Verlag kündigt für den 24. Oktober den neuen Asterix-und Obelix-Comic „Die Tochter des Vercingetorix“ an, die 38. Ausgabe der Reihe, die in Deutschland seit 1968 erscheint.

Es wird die vierte Asterix-Geschichte, die Jean-Yves Ferri und Didier Conrad betreuen, nachdem sie 2012 von Albert Uderzo übernommen hatten. Zuletzt erschien 2017 der Band „Asterix in Italien“.

Im neuen Abenteuer soll es nun um den Nachwuchs des legendären, historisch verbürgten Arvernerhäuptlings Vercingetorix gehen. Ferri und Conrad knüpfen damit an die Tradition der Comicreihe an, denn er hatte schon in dem klassischen Band „Asterix und der Arvernerschild“ einen legendären Auftritt – bis heute einer der beliebtesten Asterix-Comics.

Der Titel des neuen Albums lautet „Die Tochter des Vercingetorix“. Der Autor habe schon immer etwas mit dem Gallierfürsten machen wollen. Da Vercingetorix aber eine historisch verbürgte Figur sei, habe er eine Tochter erfunden, erläuterte Fern. Man wisse nur wenig über den legendären Arverner-Häuptling. Er sei früh gestorben, deshalb gehe man davon aus, dass er in Wirklichkeit keine Tochter gehabt habe, so Ferri.

Der Egmont-Verlag beschreibt das neue Abenteuer in seiner Pressemitteilung so: Die Helden werden immer noch Asterix und Obelix sein. Nach den Strapazen ihrer letzten Reise hätten sich Asterix und Obelix gewünscht, die Ruhe im beschaulichen Aremorica zu genießen. Doch daraus wird leider nichts! Ein geheimnisvolles junges Mädchen kommt ins Dorf, begleitet von zwei Arvernerhäuptlingen. Die drei sind auf der Flucht vor Julius Cäsar und seinen Legionären, und das aus gutem Grund: Im Dorf munkelt man, dass der Vater des jungen Mädchens kein Geringerer sei als Vercingetorix, der große Arvernerhäuptling, der einst bei Alesia von Julius Cäsar geschlagen wurde.

Der legendäre Arverner-Häuptling hatte rund um das Jahr 50 vor Christi den letzten großen Aufstand der Gallier gegen die Legionen Roms angeführt. Bei der Schlacht von Alesia in Burgund hatte er sich dem Feldherrn und Staatsmann Julius Caesar geschlagen geben müssen.

Die Niederlage ist schon in mehreren Asterix-Abenteuern aufgegriffen worden. „Alesia? Ich kenne kein Alesia! Ich weiß nicht, wo Alesia liegt! Niemand weiß, wo Alesia liegt“, geiferte Asterix‘ Dorfchef Majestix bereits an anderer Stelle über das gallische Trauma. „Man habe versucht, die Geschichte einer Teenagermädchens zu erzählen, das in einem Dorf auftaucht, das vor allem aus Machos besteht“ erzählte Ferri. Da er und sein Kollege beide Väter von Töchtern seien, habe man sich vieles gut vorstellen können.

Im neuen Heft, das am 24. Oktober 2018 erscheinen soll, herrscht nach Angaben des Zeichners Didier Conrad eine ganz andere Stimmung im Dorf. Die Comicserie geht auf Albert Uderzo und René Goscinny zurück. Seitdem sie Asterix und seine Kumpane im Jahr 1959 erfanden, wurden weltweit 375 Millionen Alben verkauft. Die Geschichten wurden in 111 Sprachen und Dialekte übersetzt, damit ist Asterix das erfolgreichste Buch Frankreichs. Illustrator Uderzo feiert im April seinen 92. Geburtstag. Goscinny starb bereits 1977. Mit dem neuen Album wird gleich ein doppeltes Event gefeiert: Zu feiern sind der 60. Geburtstag des Erscheinens des ersten Albums in Frankreich im Oktober 1959 sowie der 30. Geburtstag des Asterix-Freizeitparks bei Paris. In Deutschland erschienen die Geschichten der beiden Helden erstmals 1968.

 

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Marcel Humbert aus Saarlouis im Saarland.
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