Gewitter – Blitze – Spannung am Himmel

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Kein Sommer ohne Gewitter. Doch wie verhält man sich richtig, wenn ein Gewitter draußen so richtig loslegt, wenn es blitzt und donnert? Hätten Sie es gewusst?

Wie nah ist das Gewitter?

Blitz und Donner treten immer zusammen auf. Da sich das Licht, also der Blitz, jedoch deutlich schneller ausbreitet als der Schall des Donners, kann folgende Faustregel angewendet werden: Jede Sekunde zwischen Blitz und Donner entspricht rund 333 Meter Entfernung, drei Sekunden ergeben also einen Kilometer. Wenn man zwischen Blitz und Donner nur noch drei Sekunden zählt, ist das Gewitter unmittelbar über einem und die Gefahr am größten, von einem Blitz getroffen zu werden. Sicher funktioniert die Berechnung nur bei kleinen Gewittern, weil nur dann ein Blitz einem Donner eindeutig zugeordnet werden kann.

Wenn man draußen unterwegs ist?

Am gefährlichsten ist es, ungeschützt auf einer Anhöhe zu stehen. Der Blitz sucht sich immer einen hervorstehenden Punkt zum Einschlag. Das kann ein Turm, ein Baum, aber eben auch ein Mensch auf einem Hügel sein. Sobald ein Gewitter aufzieht, sollte man sich daher in ein festes Gebäude zurückziehen. Aber: Holzhütten ohne Blitzableiter bieten kaum Schutz! Wenn das nicht geht, möglichst tief gelegene Bereiche aufsuchen, in deren Nähe es nichts Hohes und Freistehendes gibt. Auf gar keinen Fall Schutz unter Bäumen suchen! In einem Wald am besten auf eine Lichtung gehen und mindestens drei Meter Abstand zu Bäumen oder Astspitzen halten. Wenn man beim Schwimmen oder mit einem Boot unterwegs ist: sofort raus aus dem Wasser! Außerdem: Hände weg von jeglichen metallischen Gegenständen wie etwa einem Fahrrad oder Weidezaun. Ein Regenschirm mit metallischer Spitze könnte einen Blitz anziehen, allerdings nur, wenn man im Verhältnis zur Umgebung sehr ausgesetzt damit steht. Deshalb: besser den Schirm schließen!

Sicher im Faraday’schen Käfig

Fährt man bei Gewitter Auto, ist man gut geschützt. Die Blechhülle schirmt die elektrische Entladung eines Blitzes ab. Man befindet sich in einem sogenannten Faraday’scher Käfig. Das Gleiche gilt für Wohnmobile und Wohnwagen, allerdings nur wenn sie aus einem Metallgerippe mit einer Außenhaut aus Aluminium oder Beplankung aus Kunststoff bestehen. Alle Fenster, Schiebedächer oder Dachluken schließen! Bei einem Zelt hingegen kommt es auf die Lage im Verhältnis zur Umgebung an. Das Zelt an sich ist nämlich weder sicher noch unsicher: Steht es aber auf einer Anhöhe oder einer weiten Ebene, steigt das Risiko eines Blitzeinschlags. Befindet sich das Auto in der Nähe, dann am besten raus aus dem Zelt und rein ins Fahrzeug!

Am sichersten zu Hause

Ein Haus mit einem Blitzableiter reduziert die Gefahr eines direkten Blitzeinschlags ganz erheblich, bietet aber keinen totalen Schutz. Daher während eines Gewitters keine elektrischen Geräte benutzen und am besten sogar die Geräte ganz vom Netz nehmen. Benutzen Sie nur schnurlose Telefone. Berühren Sie möglichst keine metallischen Teile wie Heizkörper oder Wasserhähne. Keinesfalls duschen oder baden! Falls Sie sich in einem Haus mit einem Aufzug befinden, lieber Treppen steigen. Ein Aufzug ist zwar grundsätzlich blitzsicher, kann bei Stromausfall aber stecken bleiben.

Stehen, sitzen oder liegen?

Welche ist die richtige Position, um im Freien ein Gewitter abzuwarten? Am besten, man hockt sich hin, stellt die Füße eng zusammen, legt die Arme um die Beine und zieht den Kopf ein. Niemanden an der Hand fassen. Ziel ist es, sich möglichst klein zu machen und wenig Fläche für einen Blitzeinschlag zu bieten.

Erste Hilfe

Wenn man auf jemanden trifft, der vom Blitz getroffen wurde, muss man keine Angst haben. Wenige Sekunden nach dem Treffer ist der Blitz weg, der elektrische Strom ist abgeflossen und das Spannungsfeld ausgeglichen. Bevor man mit Erste-Hilfe-Maßnahmen startet, sollte man jedoch prüfen, ob der Einschlag erfolgt ist, weil man sich in einer ungeschützten Lage befindet. Dann gilt es, den Verletzten erst aus der Gefahrenzone zu ziehen. Blitze können durchaus mehrmals an derselben Stelle einschlagen. Notarzt unter der Telefonnummer 112 verständigen. Falls nötig, eine Wiederbelebung durchführen oder die Wunden die Wunden versorgen. Das Opfer anschließend zum Arzt bringen, auch wenn es sich gut fühlt und über keinerlei Beschwerden klagt.

 

Ein Beitrag unserer/s Leserin/s Lothar Püschel aus Wasserburg am Bodensee in Bayern.
Ende des Beitrags 1-2017-245-0536

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